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Schulz verzeiht Gabriel

Der zurückgetretene SPD-Vorsitzende Martin Schulz hat die Entschuldigung von Außenminister Sigmar Gabriel angenommen. Was bringt jetzt die Versöhnung?

© Archivbild: Wolfgang Kumm/dpa

Berlin. Der zurückgetretene SPD-Vorsitzende Martin Schulz hat sich mit Außenminister Sigmar Gabriel versöhnt. „Es stimmt, dass ich die Entschuldigung von Sigmar Gabriel angenommen habe“, sagte Schulz der „Bild“-Zeitung (Samstag). Zugleich machte er deutlich, dass er sich nicht als Opfer einer Intrige in der SPD-Parteiführung sieht. Auf die Frage, ob er von seinen Vorstandskollegen „benutzt“ oder gar in eine Falle gelockt worden sei, sagte Schulz: „Es gibt keinen Grund für ein Schwarze-Peter-Spiel.“

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Schulz hatte nach Abschluss der Koalitionsverhandlungen mit der Union angekündigt, er wolle Außenminister werden, falls die SPD-Basis einer Großen Koalition zustimmt. Als Reaktion darauf sagte Gabriel in einem Interview, seine Tochter Marie habe ihn mit den Worten getröstet: „Papa, jetzt hast du doch mehr Zeit mit uns. Das ist doch besser als mit dem Mann mit den Haaren im Gesicht.“

Schulz erklärte einen Tag später nach massiver Kritik aus der Partei seinen Verzicht auf ein Regierungsamt, am vergangenen Dienstag trat er auch als Parteichef zurück. Laut „Spiegel“ entschuldigte sich Gabriel an diesem Tag persönlich. Darauf habe Schulz zu Gabriel gesagt: „Du bist eben genauso ein Emotionsbrötchen wie ich. Ich habe gesagt, dass ich ohne Groll und Bitterkeit gehe. Das gilt auch für dich.“

Schulz bekräftigte in dem „Bild“-Interview, er gehe ohne Groll. Kraft gäben ihm nun seine Familie und seine Freunde: „Ich habe ein intaktes soziales Netzwerk. Mehr muss man nicht wissen.“ (dpa)