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Politik

Schwache Umfragewerte für AKK

Die Lage ist alles andere als gut für die CDU-Vorsitzende Annegret Kramp-Karrenbauer. Abermals bescheinigt eine Umfrage ihr mangelnde Beliebtheit. 

Annegret Kramp-Karrenbauer, Vorsitzende der CDU Deutschlands,
Annegret Kramp-Karrenbauer, Vorsitzende der CDU Deutschlands, © dpa

Berlin. Angesichts schwacher Umfragewerte für die Parteivorsitzende Annegret Kramp-Karrenbauer wird in der CDU zunehmend über einen Mitgliederentscheid über die Kanzlerkandidatur diskutiert. Die Werteunion, ein Zusammenschluss sehr konservativer Unionspolitiker, der schon länger eine sogenannte Urwahl fordert, begann im Internet, Unterstützerstimmen dafür zu sammeln. Auch die Junge Union will sich auf ihrem Deutschlandtag am kommenden Wochenende mit dieser Frage befassen, wie JU-Chef Tilman Kuban der "Bild am Sonntag" sagte.

In der Bevölkerung hat die Parteichefin und Verteidigungsministerin Kramp-Karrenbauer zurzeit nur wenig Unterstützung für eine mögliche Kanzlerkandidatur, wie abermals eine Umfrage ergab. Nach der Erhebung von Kantar Public für die sogenannte "Spiegel"-Politikertreppe wünschen sich nur 29 Prozent der Befragten für sie eine "wichtige Rolle". Im Vergleich zum vergangenen Dezember - also kurz nach ihrer Wahl zur Parteivorsitzenden - ist das nur noch die Hälfte.

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Im Vergleich fünf möglicher Kanzlerkandidaten verschiedener Parteien schneidet Kramp-Karrenbauer am schlechtesten ab. Allerdings erreichen auch Nordrhein-Westfalens Ministerpräsident Armin Laschet (CDU), CSU-Chef Markus Söder, Finanzminister Olaf Scholz (SPD) und Grünen-Chef Robert Habeck keine mehrheitlich positive Zustimmung.

Für den Deutschlandtag der Jungen Union am nächsten Wochenende in Saarbrücken liegen laut "Bild am Sonntag" Anträge mehrerer Untergliederungen auf Einführung einer Urwahl vor. Aber selbst wenn sich der Unions-Nachwuchs dafür aussprechen sollte, wären für entsprechende Satzungsänderungen bei CDU und CSU jeweils ein Parteitagsbeschluss nötig.

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Der Parteivorsitz bedeutete in der CDU bisher immer die Kanzlerkandidatur. Kramp-Karrenbauer will, dass das so bleibt und keine Wahl stattfindet.

Die Werteunion hat im Internet eine Seite mit einem Vordruck freigeschaltet, auf der Unionsmitglieder sich für einen Mitgliederentscheid aussprechen können. Mit der Eintragung ihrer Daten unterschreiben sie den Satz "Ich unterstütze den Vorschlag der Werteunion, den Kanzlerkandidaten der CDU/CSU per Urwahl der Mitglieder zu wählen".

CSU-Generalsekretär Markus Blume sprach sich gegen eine Urwahl aus. "Es hat sich bewährt, dass die Kanzlerkandidaten der Union gemeinschaftlich von beiden Parteien und deren Parteivorsitzenden vorgeschlagen werden. Für ein solches gemeinschaftliches Vorgehen von CDU und CSU ist das Verfahren einer Urwahl nicht geeignet", sagte er der "Bild"-Zeitung (Montag). (dpa)