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Schwächeanfall auf der „Leipzig“

Ein tragisches Unglück überschattet den Saisonstart der Dresdner Dampferflotte. Ein 49-jähriger Bootsmann stürzte Dienstagvormittag in die Elbe.

Von Alexander Schneider

Ein 49-jähriger Bootsmann der Sächsischen Dampfschiffahrt ist gestern nach einem Schwächeanfall ums Leben gekommen. Der Mann war bei Arbeiten auf dem Deck der „Leipzig“, die noch am Terrassenufer lag, in den Fluss gestürzt.

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Seine Kollegen informierten die Feuerwehr und folgten dem leblos stromabwärts treibenden Körper in einem Ruderboot, um ihren Kollegen zu retten. Unterhalb der Augustusbrücke hatten sie den 49-Jährigen erreicht und an Land gebracht. Feuerwehrmänner halfen, den Mann auf einer Trage aus dem Fluss zu bergen. Der Rettungsdienst versuchte einige Meter hinter dem Theaterkahns intensiv, den Bootsmann zu reanimieren, doch für den Mann kam jede Hilfe zu spät.

Nach ersten Ermittlungen der Kriminalpolizei hatte der Bootsmann aus Dresden gegen 10.15 Uhr einen Schwächeanfall erlitten, als er mit einem Staubsauger das Heck der „Leipzig“ reinigte. Dann sei er über die Reling ins Wasser gestürzt, berichtete Polizeisprecher Marko Laske. „Es handelt sich wohl um eine Verkettung unglücklicher Umstände.“ Der Bootsmann sei bei Reinigungsarbeiten auf dem Schiff zusammengebrochen und unglücklich gestürzt, sagte der Polizeisprecher. Ein Straftatverdacht könne ausgeschlossen werden.

Mit Bestürzung reagierten Mitarbeiter und Geschäftsführung der Sächsischen Dampfschiffahrt auf den tragischen Tod ihres Kollegen. Es sollte ein fröhlicher Tag für den 49-jährigen Bootsmann der „Leipzig“ werden. Gestern vor 30 Jahren hatte er bei der Weißen Flotte angeheuert. Am Morgen vor dem Unglück hatte Geschäftsführerin Karin Hildebrand dem Mann für seine langjährige Zugehörigkeit zur Dampferflotte gedankt, berichtete Firmensprecherin Kathrin Stegemann: „Wir sind erschüttert über seinen plötzlichen Tod.“

Möglicherweise soll nun eine Obduktion des Leichnams im Institut für Rechtsmedizin durchgeführt werden, um die genaue Todesursache herauszufinden. Das sei jedoch die Entscheidung der Staatsanwaltschaft, so Polizeisprecher Laske.