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Sachsen

Weniger Schwangerschaften abgebrochen

In Sachsen wurden 2019 weniger Schwangerschaften abgebrochen. Deutschlandweit bliebt die Zahl der Abtreibungen nahezu unverändert.

Es wurden im vergangenen Jahr weniger Schwangerschaften in Sachsen abgegbrochen.
Es wurden im vergangenen Jahr weniger Schwangerschaften in Sachsen abgegbrochen. © Bodo Marks/dpa

Wiesbaden/Dresden. Die Zahl der Schwangerschaftsabbrüche in Sachsen ist im vergangenen Jahr mit 5.160 gemeldeten Fällen zurückgegangen. Im Vergleich zum Vorjahr war das ein Rückgang von rund zwei Prozent, wie aus den am Dienstag vom Statistischen Bundesamt veröffentlichten Zahlen hervorgeht. 

2018 registrierte das Amt 5.250 Abtreibungen in Sachsen. Die meisten Abbrüche ließen 2019 Frauen im Alter zwischen 18 und 34 Jahren durchführen (rund 68 Prozent). Etwa drei Prozent der Frauen waren unter 18 Jahren, rund 29 Prozent waren zwischen 35 und 54 Jahre alt.

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Dagegen wurden in Berlin mehr Schwangerschaften abgebrochen. Im Vergleich zum Vorjahr ist die Zahl mit 9.645 gemeldeten Fällen leicht gestiegen. Das ist ein Zuwachs von rund einem Prozent. 2018 registrierte das Amt in der Hauptstadt 9.525 Abtreibungen.

Bundesweit blieb Zahl der Abtreibungen fast unverändert

Deutschlandweit ist die Zahl der Schwangerschaftsabbrüche 2019 mit rund 101.000 gemeldeten Fällen nahezu unverändert geblieben. Wie das Statistische Bundesamt am Dienstag mitteilte, waren dies 0,1 Prozent weniger Abtreibungen als ein Jahr zuvor. Von den Frauen, die eine Schwangerschaft abbrechen ließen, waren 72 Prozent im Alter zwischen 18 und 34 Jahren, drei Prozent waren jünger als 18 Jahre, rund 18 Prozent waren zwischen 35 und 39 Jahre alt.

Mit 96 Prozent der gemeldeten Fälle wurden die Schwangerschaftsabbrüche überwiegend nach der sogenannten Beratungsregelung vorgenommen. Medizinische Gründe oder Sexualdelikte waren in vier Prozent der Fälle die Begründung für den Abbruch. Die Eingriffe wurden überwiegend ambulant vorgenommen - in rund 79 Prozent der Fälle in gynäkologischen Praxen, 18 Prozent hingegen ambulant im Krankenhaus. (dpa)

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