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Schwarzarbeit bei Baufirmen im Visier

Dresdner Zöllner haben im vergangenen Jahr 533 Betriebe kontrolliert. Das sind wesentlich mehr als im Vorjahr.

© Symbolbild: dpa

Bautzen/Dresden. Baufirmen im Landkreis Bautzen müssen häufiger mit einem Besuch vom Zoll rechnen. Darauf weist die IG Bauen-Agrar-Umwelt (IG Bau) mit Blick auf neue Zahlen des Bundesfinanzministeriums hin. Danach kontrollierten Beamte im Bereich des zuständigen Hauptzollamts Dresden im vergangenen Jahr insgesamt 533 Bauunternehmen – das sind rund 37 Prozent mehr als im Vorjahr.

Hierbei leiteten die Zöllner 65 Ermittlungsverfahren wegen nicht gezahlter Mindestlöhne ein. Der Schaden wegen der hinterzogenen Steuern und Sozialabgaben belief sich auf rund 18,54 Millionen Euro. Die IG Bau Ostsachsen nennt diese Zahlen „alarmierend“. Der Anteil schwarzer Schafe in der Baubranche sei nach wie vor immer noch sehr hoch. „Selbst dabei ist noch von einer erheblichen Dunkelziffer auszugehen. Viele Dumping-Firmen gehen nicht ins Netz des Zolls, weil die Beamten mit den Kontrollen überhaupt nicht hinterherkommen“, sagt IG-Bau-Bezirksvorsitzender Peter Schubert.

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Angesichts des aktuellen Baubooms sei davon auszugehen, dass auch die illegale Beschäftigung – also Schwarzarbeit – stark zugenommen habe. Zwar seien die zunehmenden Prüfungen zu begrüßen. „Doch mit Blick auf das Ausmaß krimineller Machenschaften in der Branche müssen die Behörden auch im Landkreis Bautzen noch viel stärker kontrollieren“, erklärt Peter Schubert weiter. (SZ)