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Görlitz

Schwarzarbeiter verlieren über 15.000 Euro

Die Bundespolizei hat bei Kontrollen bei Görlitz fünf Ukrainer erwischt, die illegal in Deutschland arbeiteten. Zudem sitzt ein Pole nun hinter Gittern, ein anderer nicht.

Symbolbild
Symbolbild © SZ/Uwe Soeder

Die Bundespolizeiinspektion Ludwigsdorf hat nach Kontrollen bei Görlitz fünf Ukrainer angezeigt, wegen unerlaubter Einreise, unerlaubtem Aufenthalts sowie der unerlaubten Arbeitsaufnahme.

Am Sonnabend erwischten die Beamten einen Mann und Frau, die gerade auf dem Heimweg waren.Die 51-Jährige gab an, dass sie in der Pflege tätig war. Dem 36-Jährigen konnte nachgewiesen werden, dass er in Bayern auf dem Bau arbeitete. 

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Am Sonntag stießen die Polizisten bei der Kontrolle eines Busses auf eine 45-Jährige, die in der Pflege tätig war. Ein 29-Jährige arbeitete für eine in Hamburg ansässige Firma tätig und ein 36-Jähriger in Frankfurt am Main als Elektriker.

"Weder die Frauen noch die Männer waren im Besitz einer erforderlichen Arbeitsgenehmigung", so die Bundespolizei. Daher beschlagnahmte diese 15.200 Euro illegalen Arbeitslohn. Zur Sicherung des Strafverfahrens erhoben die Beamten in einem Fall eine Sicherheitsleistung von 500 Euro. Die Ausländerbehörde kümmert sich nun um die Ukrainer.

Mit Haftbefehl gesucht

Hinter Gittern sitzt zudem ein 20-jähriger Pole. Eine Bundespolizei-Streife traf den Mann am Freitagnachmittag in der Hospitalstraße in Görlitz an. Die Überprüfung seiner Personalien ergab, dass das Amtsgericht Görlitz eine Sitzungshaft gegen ihn anordnete, da der Angeklagte im November 2019 nicht zum Hauptverhandlungstermin erschienen war. Der Mann kam in eine Justizvollzugsanstalt.

Ein 36-Jähriger konnte seine Haftstrafe nach Zahlung einer Geldstrafe noch einmal abwenden. Die Beamten kontrollierten den Polen am Sonnabend in Kodersdorf. Die Überprüfung ergab, dass die Staatsanwaltschaft München mit einem Vollstreckungshaftbefehl nach ihm sucht. Der Grund: Er hatte sein Bußgeld von 25 Euro nicht beglichen. Nachdem der Mann das nun erledigte und auch die 73 Euro für die Kosten des Verfahrens übernahm, durfte er weiterfahren.

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