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Hoyerswerda

Schwarzes Wochenende im Revier

Zwei Männer sterben unverschuldet bei zwei Verkehrsunfällen.

Die Feuerwehr leuchtet für die Rettungsarbeiten, Unfallaufnahme und Bergung die Unfallstelle auf der B 156 aus. Der VW Caddy liegt auf der Seite. Aus dem Unfallverursachenden Opel hatte es sogar den Motorblock herausgerissen.
Die Feuerwehr leuchtet für die Rettungsarbeiten, Unfallaufnahme und Bergung die Unfallstelle auf der B 156 aus. Der VW Caddy liegt auf der Seite. Aus dem Unfallverursachenden Opel hatte es sogar den Motorblock herausgerissen. © Foto: LausitzNews/ Georg Szél

Boxberg/Spreetal/Königswartha. Es ist ein schwarzes Wochenende auf den Straßen im Lausitzer Revier. Zwei Männer, jeweils Beifahrer, sterben bei Verkehrsunfällen.

Einmal mehr rückten Rettungskräfte am Freitag zu einem Unfall auf der B 156 aus. Gegen 19.40 Uhr hat es am Abzweig Tagebau Reichwalde und Boxberg gekracht.

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Ein 51-jähriger befuhr mit seinem Opel Astra die Bundesstraße in Richtung Boxberg. Kurz hinter dem Abzweig zum Tagebau Reichwalde kam nach Schilderung der Polizei das Fahrzeug in einer Rechtskurve auf die Gegenfahrbahn und stieß frontal gegen den dort fahrenden VW Caddy eines 54-Jährigen. Beide Fahrer und ein 63-jähriger Insasse im VW wurden schwer verletzt. Für den 50-jährigen Beifahrer im VW Caddy kam jede Hilfe zu spät. Er erlag an der Unfallstelle seinen Verletzungen. Beim 51-jährigen Opelfahrer wurde ein Atemalkoholwert von 1,73 Promille festgestellt. An der Unfallstelle kam ein Gutachter zum Einsatz und die Unfallfahrzeuge wurden sichergestellt. Die B 156 war im Bereich der Unfallstelle für etwa fünf Stunden voll gesperrt. Der Sachschaden wird seitens der Polizei auf 15.000 Euro geschätzt. Die Ermittlungen hat der Verkehrsunfalldienst der Polizeidirektion Görlitz in diesem Fall ebenso übernommen wie im folgenden:

24 Stunden später ganz in der Nähe der nächste tödliche Verkehrsunfall auf dem Leag-Betriebsgelände. Ein 55-jähriger befuhr mit einem Geländewagen Nissan einen befestigten Waldweg. Beim Durchfahren einer Rechtskurve kam das Auto laut Polizei nach links von der Fahrbahn ab und kollidierte mit mehreren Findlingen. In der Folge überschlug sich der Geländewagen, wobei der 42-jährige Beifahrer aus dem Fahrzeug geschleudert wurde. Er verstarb noch an der Unfallstelle. Der Fahrzeugführer wurde leicht verletzt. Vor Ort kam ein Gutachter zum Einsatz und die Betriebsstraße war für etwa vier Stunden gesperrt. Der entstandene Sachschaden wird auf 40.000 Euro geschätzt.

Geradezu glimpflich gingen zwei weitere Unfall ab. Am Samstagmorgen gegen 6 Uhr befuhr der 58-jährige Lenker eines Ford Fiesta laut Polizei die Verbindungsstraße aus Richtung Neustadt/Spree kommend in Richtung Spreewitz. Hinter dem zweiten Bahnübergang kam das Fahrzeug aus bisher unbekannter Ursache nach links von der Fahrbahn ab und kollidierte mit einem Baum. Am Fahrzeug entstand Totalschaden in Höhe von ca. 10.000 Euro und der Fahrzeugführer wurde leicht verletzt.

Samstagnachmittag um 15.25 Uhr stürzte der 18-jährige Lenker eines Kleinkraftrades Simson Schwalbe während der Fahrt auf der S 101 bei Königswartha und stürzte auf Grund eines Bremsmanövers. Bei dem Sturz erlitt er einen komplizierten Fußbruch und musste mit einem Rettungshubschrauber in eine Fachklinik gebracht werden. Das Moped rutschte gegen einen stehenden Pkw Mitsubishi und beschädigte das Auto. Der Sachschaden wurde mit etwa 1.500 Euro beziffert. (red/US)

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