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Schwarzfahrer randaliert im Zug

Bundespolizisten schalten sich am Bahnhof Coswig ein und verhindern die Weiterfahrt des Mannes. Der Vorfall sorgte für Verspätungen mehrerer Züge.

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©  dpa / Symbolbild

Dresden/Coswig. Eine Streife der Bundespolizei  wurde am 1. Mai gegen 22.40 Uhr am Bahnhof Coswig um Unterstützung gebeten. Das geht erst jetzt aus einem Polizeibericht hervor. 

Der Zugbegleiter eines Regionalexpress, aus Dresden kommend, informierte vorab über einen Reisenden ohne gültiges Ticket. 

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Der 27-jährige Libyer hatte sich geweigert, den Zug zu verlassen, da er kein gültiges Bahnticket besaß und nicht über genügend Barmittel für das nachträgliche Bezahlen des Fahrpreises verfügte. Aufgebracht über die Situation ging der Mann zum Führerstand und schlug mehrmals gegen die Scheibe. 

Ein unbeteiligter Zeuge bat ihn, dies zu unterlassen und wurde unvermittelt vom Beschuldigten beleidigt und ins Gesicht geschlagen. Der Zug hielt daraufhin am Bahnhof in Coswig und die Bundespolizisten stellten die Identität des Mannes fest. Er wurde von der Weiterfahrt ausgeschlossen. Nun wird er sich wegen Erschleichens von Leistungen und Körperverletzung verantworten müssen.

Durch den Vorfall kam es zu einem außerplanmäßigen Halt in Coswig von 60 Minuten. Dies führte bei drei weiteren Zügen zu Verspätungen von 80 Minuten. Die Bundespolizeiinspektion Dresden übermittelt gegenwärtig die Daten des Beschuldigten an die Deutsche Bahn AG zur Prüfung eines Abmahnungsverfahrens sowie die Übernahme der entstandenen Kosten. (SZ)

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