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Schwebebahn hängt an neuem Seil

Das Stahlseil hält nun deutlich länger als seine Vorgänger. Fahrgäste können ab 28. April wieder einsteigen.

© René Meinig

Von Nora Domschke

Dicke Seile liegen auf den Stufen der Talstation an der Pillnitzer Landstraße. Es sind Abschnitte des alten Stahlkolosses, der die beiden Wagen der Schwebebahn in den letzten 15 Jahren nach oben und nach unten befördert hat. Nun wurde er gegen ein neues Seil ausgetauscht, das allerdings eine deutlich längere Lebensdauer haben wird – erst 2043 muss es ausgewechselt werden.

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Weil es über eine neu eingebaute Anlage permanent geschmiert wird, soll es weniger Schäden an den einzelnen Drähten innerhalb des Seiles geben, sagt Carsten Lauterbach. „Das Stahlseil besteht aus sechs Litzen mit jeweils 36 Einzeldrähten.“ Als Leiter der Bergbahnen bei den Dresdner Verkehrsbetrieben ist Lauterbach seit diesem Montag mit der Frühjahrsrevision der Schwebebahn beschäftigt. Die steht normalerweise schon im Februar auf dem Programm. Durch den Austausch des 390 Meter langen Zugseils hat sich die Überprüfung der gesamten Anlage nun allerdings verschoben. Das hat einen guten Grund: Das Seilende wird mit einem Spezialmetall in einer Hülse verschlossen. Um das Metall zu erhitzen und zu schmelzen, darf die Außentemperatur nicht unter zehn Grad Celsius fallen. Dieser sogenannte Seilverguss wird an diesem Donnerstag und Freitag gemacht und dauert gut acht Stunden.

Anstatt zwei Wochen – wie zur normalen Revision üblich – stehen die Bergbahnen dieses Mal drei Wochen still. Wer den Ausblick auf Dresden genießen will, kann aber die Standseilbahn gleich nebenan benutzen. DVB-Sprecher Falk Lösch sagt, dass diese Bergbahn seit der Wiedereröffnung des Luisenhofs am Osterwochenende deutlich mehr Fahrgäste verzeichnet. Während die Traditionsgaststätte geschlossen war, nutzten nur wenige Dresdner und Touristen die Standseilbahn, die ihre Frühjahrsrevision schon hinter sich hat.

Wenn die Schwebebahn am 28. April wieder in Betrieb geht, haben die Fahrgäste einen besonders guten Durchblick. Und zwar durch neue Scheiben, die zurzeit in die Wagen eingesetzt werden. Die DVB investieren gut 50 000 Euro für Revision und Seilwechsel. In der nächsten Woche muss die Schwebebahn dann noch den Tüv-Prüfern standhalten. Dabei werden unter anderem auch die Bremsen getestet.