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Schwefelsäure ausgetreten

In der Papierfabrik Königstein atmeten bei einer Panne bei Reparaturarbeiten vier Mitarbeiter ätzende Dämpfe ein.

© Marko Förster

Königstein. Chemiealarm am Mittwochmittag im Bielatal. In der Papierfabrik Louisenthal GmbH, Werk Königstein, ist Schwefelsäure ausgetreten. Vier Mitarbeiter haben die ätzenden Dämpfe eingeatmet und deren Atemwege sind zumindest gereizt. Bei geplanten Reparaturarbeiten an der Leitung vom Schwefelsäure-Haupttank in die Produktionshalle mit der Papiermaschine war es zu dem Unfall gekommen. Obwohl bei der Vorbereitung der Reparaturen der Druck aus der Leitung genommen worden war, trat beim Öffnen einer Armatur Säure aus. Zwei Mitarbeiter in der Produktionshalle, die etwa 20 Meter entfernt arbeiteten, atmeten die ätzenden Dämpfe ein. Auch die zwei Monteure im Schutzanzug bekamen giftige Gase ab. Die reizen die Atemwege, können auch zu Verätzungen führen. Drei der Männer wurden vorsorglich ins Krankenhaus gebracht, heißt es aus dem Unternehmen.

In der Papierfabrik in Königstein wurden vier Mitarbeiter von den Dämpfen ausgetretener Schwefelsäure vermutlich leicht verletzt.
In der Papierfabrik in Königstein wurden vier Mitarbeiter von den Dämpfen ausgetretener Schwefelsäure vermutlich leicht verletzt. © Marko Förster
Rund 70 Rettungskräfte waren im Einsatz.
Rund 70 Rettungskräfte waren im Einsatz. © Marko Förster
Drei Firmenmitarbeiter wurden vorsorglich ins Krankenhaus gebracht.
Drei Firmenmitarbeiter wurden vorsorglich ins Krankenhaus gebracht. © Marko Förster

Gegen 11.30 Uhr rückte der Gefahrengutzug der Feuerwehren Königstein, Neustadt, Bad Schandau, Prossen, Pirna und der Erkundungswagen aus Heidenau an. Insgesamt waren rund 70 Feuerwehrleute im Einsatz. Sie evakuierten vier Mitarbeiter der Papierfabrik mit der Drehleiter aus Räumen im ersten Stock. Ihnen war der Rückweg durch die Produktionshalle nicht mehr möglich. Die Feuerwehrleute mit Spezialausbildung untersuchten die Luft in der betroffenen Halle. Sie setzten ein chemisches Bindemittel ein, um die ausgelaufene 60-prozentige Schwefelsäure unschädlich zu machen und reinigten das Terrain. Die Entsorgung der Überreste des Chemieunfalls übernimmt das Unternehmen selbst, das dafür ausgestattet ist.

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Die Polizei hat Ermittlungen eingeleitet. (mf)