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Schweinepest-Gefahr besteht weiter

Für Tupferproben von toten Wildschweinen gibt es Geld. Noch ist Deutschland von der Seuche verschont worden.

Sächsische Schweiz/ Osterzgebirge. Die Afrikanische Schweinepest (ASP) breitet sich in vielen Wildschweinbeständen Osteuropas immer weiter aus. In Polen, Lettland, Litauen und Rumänien kommt das Seuchengeschehen nicht zum Stillstand, es sind sowohl Wild- als auch Hausschweine betroffen. Das teilt das Landratsamt Sächsische Schweiz-Osterzgebirge mit. Ende Oktober seien nun auch in Belgien 54 Wildschweine positiv auf den Erreger getestet worden.

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Effektiv laufe nach Angaben des Landratsamtes die ASP-Bekämpfung offensichtlich in Tschechien. Im dortigen Zlin wurden im Frühjahr 28 Wildschweine positiv getestet. Seitdem seien aber keine weiteren Befunde hinzugekommen. Hausschweinebestände sind in Tschechien wie in Belgien nicht betroffen.

Das Risiko der Einschleppung der Afrikanischen Schweinepest nach Deutschland wird dennoch weiterhin als hoch bewertet. Neben der Vorbereitung auf den eigentlichen Seuchenfall werde auch Aufklärung betrieben – bei Schweinehaltern und Jägern zur sogenannten Biosicherheit, um eine Verschleppung des eventuell vorhandenen Virus zu verhindern. Auch die Bevölkerung müsse weiter für die Seuchengefahr sensibilisiert werden. Als Hauptursache werden unachtsam weggeworfene Speiseabfälle vermutet. Zudem werden alle tot aufgefundenen Wildschweine untersucht und sämtliche Wildschweine, die Verkehrsunfällen zum Opfer fielen. Hier gibt es 30 Euro Aufwandsentschädigung pro Tupferprobe, heißt es vom Landratsamt. Je früher die Seuche erkannt wird, desto effektiver kann sie bekämpft werden. Für den Menschen ist das Virus ungefährlich. In Fleischwaren könne es bis zu einem Jahr überleben und Haus- oder Wildschweine infizieren. (SZ/gk)