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Zittau
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"Schweizer Bazar" öffnet wieder

Am Sonnabend werden im ehemaligen Zittauer Kaufhaus handgefertigte, regionale Produkte angeboten. Dahinter steckt aber noch mehr.

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Blick aufs Wächterhaus: Hier gibt's am Sonnabend den ersten "Schweizer Bazar".
Blick aufs Wächterhaus: Hier gibt's am Sonnabend den ersten "Schweizer Bazar". © Rafael Sampedro

Der erste "Schweizer Bazar" wird am Sonnabend, ab 19 Uhr im gleichnamigen Gebäude an der Inneren Weberstraße 16 in Zittau veranstaltet. In dem ehemaligen Kaufhaus erwarten die Besucher handgefertigte, regionale Produkte aus der Mitte Deutschlands. Das reicht von Wein aus dem Kloster Posa bei Zeitz über Getöpfertes aus Altenburg und Glaskunst aus Lauscha. Neben dem ist auch Street Food im Angebot und ein kulturelles Programm geplant. Dazu gehören öffentliche Führungen, eine Jam Session ab 20 Uhr sowie eine Siebdruckstation zum Bedrucken von T-Shirts und mitgebrachten Textilien.

Veranstalter sind der Verein "Freiraum Zittau" als Betreiber des heute als Wächterhaus bekannten Gebäudes und die Kulturhanse, wohinter ein Programm des Vereins "Plattform" aus Erfurt steht. Das Ziel: Jenseits großer Städte in Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen wirtschaftliche Bleibeperspektiven schaffen. Dafür sollen gemeinwohlorientierte Gründungslabore entstehen, in Zusammenarbeit mit lokalen Partnern. "Das sind lebendige Orte, wo Visionäre und Initiativen Co-Working Spaces, Werkstätten, Quartierläden oder Cafés aufbauen, Vereine oder Unternehmen gründen", teilt Ben Traichel vom Verein "Freiraum" mit.

Dieser ist seit Juli 2018 einer der neun Partnerorganisationen, der beim ersten Teil des Programms mitmachen darf. Weitere kommen aus Löbau, Görlitz, Altenburg, Saalfeld, Lauscha, Zeitz, Kalbe und Güsen. Im Rahmen der Kulturhanse nehmen sie an neun Werkstätten teil und erhalten dabei individuelle Beratung für den Aufbau und Betrieb ihrer Gründungslabore durch externe Experten und den "Plattform"-Verein.

Durch ihn werden im zweiten Teil des Programms mindestens drei der Organisationen bei der Umsetzung fachlich und finanziell begleitet. "Um Erfahrungen und Kompetenzen austauschen zu können, bauen sie parallel dazu mit allen interessierten Stipendiaten ein Netzwerk auf – die Kulturhanse", berichtet Traichel. So treffen sich am kommenden Wochenende alle neun Organisationen in Zittau, um an den Konzepten für ihr lokales Gründungslabor zu arbeiten. Unterstützt wird das Ganze durch die Schweizer Drosos-Stiftung.

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