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Schweizer Stiftung ehrt Görlitzer Autor

Peter Stosiek war der einzige Deutsche, als jetzt wichtige Preise vergeben wurden.

Von Sebastian Beutler

Der Görlitzer Pathologe und Autor Peter Stosiek zählt als einziger Deutscher zu den diesjährigen Preisträgern eines von der Schweizer Stiftung „Kreatives Alter“ alle zwei Jahre ausgelobten Wettbewerbes. In der vergangenen Woche nahm er die Ehrung in Zürich entgegen, sie ist mit 10 000 Schweizer Franken dotiert. Insgesamt zeichnete die Stiftung zwölf Senioren als Preisträger aus. Darunter war die Journalistin Klara Obermüller, die beispielsweise für die renommierteste Schweizer Tageszeitung, die Neue Zürcher Zeitung, arbeitete, und Daniel L. Vischer, ein früherer Professor für Wasserbau, der in den 1990er Jahren auch als Gastprofessor an der TU Dresden wirkte.

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Sie alle sind über 70 Jahre und haben in den Bereichen Literatur, Wissenschaft, Musik und Theater gehaltvolle und originelle Arbeiten vorgelegt. So lauten die Verleihungsbestimmungen des Wettbewerbs, mit denen die Stiftung das oft „im Stillen vollbrachte Schaffen“ der Preisträger fördert und würdigt. Die Schweizer Stiftung war 1990 von Hans Vontobel gegründet worden, der einer bekannten Schweizer Bankiersfamilie angehörte.

Die Jury des Wettbewerbs kürte die zwölf Preisträger aus 382 Einsendungen, wovon 169 aus Deutschland kamen. Der älteste Teilnehmer gehört dem Jahrgang 1916 an. Stosiek selbst wurde nach eigenen Angaben von einem Bekannten auf den Wettbewerb aufmerksam gemacht. Er bewarb sich mit seiner Veröffentlichung, den autobiografischen Geschichten unter dem Titel „Tollwut“. Die Preisverleihung machte auf Stosiek durchaus Eindruck und sprengte alle seine Erwartungen. „Angefangen von der Würde und Feierlichkeit der Atmosphäre, der liebe- und stilvollen Begleitung am Ort, der Breite und Qualität der vorgelegten Arbeiten, der Herzlichkeit und Wärme der Organisatoren und der Teilnehmer, den anregenden Gesprächen und Begegnungen bis zur hinreißenden Präsentation der jungen Musiker – es war alles aus einem Guss und von hoher menschlicher Qualität“, schrieb er wenige Tage später an die Stiftung.