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Schwerbehinderte profitieren kaum von Arbeitsmarkt-Entwicklung

Nach Angaben der Regionaldirektion Sachsen der Bundesagentur für Arbeit ist die Zahl der arbeitslosen Schwerbehinderten seit 2005 fast konstant geblieben.

Chemnitz. Schwerbehinderte profitieren bisher kaum von der positiven Entwicklung auf dem sächsischen Arbeitsmarkt. Nach Angaben der Regionaldirektion Sachsen der Bundesagentur für Arbeit ist die Zahl der arbeitslosen Schwerbehinderten seit 2005 fast konstant geblieben, während sich die Gesamtarbeitslosigkeit halbierte. Im November 2013 waren im Freistaat 10 798 schwerbehinderte Arbeitslose gemeldet. Das waren 5,8 Prozent aller Arbeitslosen.

In dieser Woche veranstalten Arbeitsagenturen und Jobcenter die bundesweite Aktionswoche für Menschen mit Behinderung. Bei Betriebsbesuchen und Veranstaltungen werben Mitarbeiter gezielt für mehr Teilhabe. Im Bundesvergleich liegt Sachsen den Angaben zufolge bei der Erfüllung der Beschäftigungspflicht auf dem drittletzten Platz. Beschäftigungspflicht heißt: Arbeitgeber mit mindestens 20 Arbeitsplätzen sind verpflichtet, auf mindestens fünf Prozent dieser Plätze schwerbehinderte Menschen zu beschäftigen.

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Die Vorsitzende der Geschäftsführung der Regionaldirektion, Jutta Cordt, betonte, Menschen mit einem Handicap hätten es im Vergleich zu nicht behinderten Menschen schwerer, auf dem ersten Arbeitsmarkt Fuß zu fassen. „Schwerbehinderte und Gleichgestellte sind leider häufig vielen Vorurteilen ausgesetzt. Richtig eingesetzt, sind sie leistungsfähige, motivierte und engagierte Mitarbeiter“, sagte sie. (dpa)