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Döbeln

Schwere Aufgaben zum Rückrundenstart

Der Abstiegskampf in Döbeln und Waldheim geht weiter. Alle fünf Vertreter im Landesmaßstab müssen ihre Situation verbessern.

Wie im vergangenen Heimspiel gegen die HSG Rottluff/Lok Chemnitz wollen Franz Schuster und die Neudorf/Döbelner Handballer auch gegen den LHV Hoyerswerda etwas reißen.
Wie im vergangenen Heimspiel gegen die HSG Rottluff/Lok Chemnitz wollen Franz Schuster und die Neudorf/Döbelner Handballer auch gegen den LHV Hoyerswerda etwas reißen. © Dirk Westphal

Von Dirk Westphal und Harald Grotzke

Döbeln. Es geht wieder los. Ab Sonnabend werden die Sportfans der Region wieder in die Hallen in Döbeln, Waldheim, Leisnig und Roßwein pilgern, um ihre Mannschaften anzufeuern. Einige von denen kämpfen auch in dieser Saison gegen den Abstieg und benötigen entsprechend die Unterstützung ihrer Anhänger mehr denn je.

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Sachsenliga Männer

Zum Rückrundenauftakt empfängt die HSG Neudorf/Döbeln (11./2:20) den LHV Hoyerswerda (9./9:13). Beide Kontrahenten können mit der Hinrundenbilanz nicht zufrieden sein. Das gilt es in den kommenden Spielen zu ändern. Die Gastgeber gehen gegen die trotz ungewohnter Tabellenposition spielerisch stärker einzuschätzenden Lausitzer als Außenseiter ins Spiel. Sie müssen aber punkten, um den Anschluss nicht noch weiter zu verlieren. Mit einem HSG-Heimsieg würde der Kontrahent selbst noch stärker als bisher in den Fokus der gefährdeten Teams rücken. Das wissen die Gäste und werden versuchen, beide Punkte zu entführen. Diejenige Mannschaft wird dieses Spiel für sich entscheiden, der nach der Spielpause auf Anhieb die bessere Leistung gelingt. „Es wäre schön und gut für das Selbstbewusstsein, erfolgreich ins neue Jahr zu starten“, sagte HSG-Trainer Thomas Schneider und fügte an: „Wir wissen, dass da vieles passen muss, es keinen Ausfall geben darf. Manchmal benötigt man dabei das Glück des Tüchtigen. Und so wollen wir alles, was wir haben, in die Waagschale werfen.“ Dabei kann der HSG-Verantwortliche auf seine volle Kapelle bauen.

Sachsenliga Frauen

Die HSG Neudorf/Döbeln (8./8:14) hat den SV Rotation Weißenborn (5./13:9) zu Gast. In heimischer Halle lief es für die Muldenstädterinnen in der Hinrunde, im Gegensatz zu den Auswärtsspielen, recht gut. Daran gilt es anzuknüpfen. Das wird gegen die sehr guten Gäste allerdings keine leichte Aufgabe. In den drei Begegnungen seit dem Sachsenligaaufstieg der Weißenbornerinnen musste sich die HSG der Rotation-Sieben jeweils geschlagen geben. Es wird also Zeit, das zu ändern. Für den Heimsieg muss allerdings alles richtig optimal laufen. „Es ist ein Problemgegner, gegen den wir uns immer unheimlich schwertun“, weiß HSG-Trainer Daniel Reddiger. „In der Hinrunde haben wir ein extrem schlechtes Spiel abgeliefert. Aber wir sind in aufstrebender Form und wollen unsere Heimbilanz ausbauen.“ Fehlen wird Torhüterin Stefanie Ehrenberg, die noch an einer Fingerverletzung laboriert,

Verbandsliga Männer Staffel West

Der VfL Waldheim 54 (8./9:13) empfängt mit dem HC Glauchau/Meerane II (10./8:14) einen unmittelbaren Kontrahenten im Kampf um den Klassenerhalt. Mit einem durchaus möglichen Heimsieg würde sich der VfL weiter vom Tabellenende absetzen und könnte noch ruhiger in die folgenden Partien gehen. Das ist ein lohnendes Ziel und es sollte voll konzentriert angegangen werden. „Die haben drei Siege gelandet, einen unter anderem gegen uns“, sagte VfL-Trainer René Busch. „Das Hinspiel hat uns aber gelehrt, diese Mannschaft nicht zu unterschätzen. Wir peilen eine Revanche an und wollen die zwei wichtigen Punkte holen.“ Fehlen wird dabei Sebastian Hauck, der sich im Training verletzt hat.

Zu Hause gegen den Aufsteiger SV Rotation Weißenborn (5./15:7) wird die HSG Neudorf/Döbeln II (12./2:20) sicher wieder voll gefordert werden. Der spielstarke und sehr konstant spielende Gast wird aber nicht den Fehler begehen, und das Schlusslicht, wie im Hinspiel, unterschätzen. Die HSG muss mit einem entschlossen auftretenden Kontrahenten rechnen und dabei versuchen, selbst mit großem Einsatz dagegenzuhalten. Ob es dann am Ende für den für den weiteren Saisonverlauf wichtigen Doppelpunktgewinn reicht, wird der Spielverlauf zeigen. Ein Gästesieg wäre beim gegenwärtigen unterschiedlichen Leistungsstand keine Überraschung. Mit diesem Gedanken kann sich HSG-Trainer Steffen Händler allerdings überhaupt nicht anfreunden. „Wir haben in Weißenborn gewonnen und wollen auch zu Hause gewinnen. Die Saison beginnt von Null und wir wollen alles Mögliche versuchen, um noch einmal anzugreifen“, sagte er und weiter: „Denn wir geben uns noch lange nicht geschlagen.“

Verbandsliga Frauen Staffel West

Der VfL Waldheim 54 (12./0:20) ist im Heimspiel gegen den amtierenden Staffelmeister HC Glauchau/Meerane (4./13:7) klar in der Außenseiterrolle. Die Gäste stellen das bessere Team und haben auch den größeren Spielerinnenkader. Das sind klare Vorteile und dementsprechend werden es die tapfer kämpfenden Waldheimerinnen ganz schwer haben, die ersten Punkte einzufahren. Es spricht so ziemlich alles für einen Gästesieg. „Wir müssen sehen, dass wir mehr auf einem starken Level spielen können, das schnelle Spiel der Gäste unterbinden und so versuchen, etwas Zählbares zu erreichen“, kündigte VfL-Coach Ulf Seeger an. Zur Verfügung stellt sich dafür nochmals Yvonne Fahnert, was nicht nur die VfL-Deckung stabilisieren, sondern auch für zusätzliche Impulse am Kreis sorgen sollte.

Bezirksliga Männer Leipzig

Der VfL Waldheim 54 II (5./12:8) hat die SG Motor Gohlis Nord Leipzig (3./13:7) zu Gast. Damit erwartet die Zuschauer eine ansprechende Begegnung im Kampf um den dritten Meisterschaftsrang. Waldheim hat durch das Heimrecht vielleicht einen kleinen Vorteil, den die Leipziger allerdings mit couragierter Leistung wieder wettmachen könnten. Vieles spricht für einen spannenden und offenen Verlauf.

Bezirksliga Frauen Leipzig

Die HSG Neudorf/Döbeln II (2./13:7) spielt zu Hause gegen den Neuling TuS Leipzig-Mockau II (8./8:12). Das sieht nach einer lösbaren Heimaufgabe für die seit etlichen Spieltagen in sehr guter Form agierenden Muldenstädterinnen aus. Dass der Aufsteiger jedoch trotzdem ernst zu nehmen ist, dürfte nach der HSG-Niederlage gegen TuS am ersten Spieltag der Hinrunde in Leipzig allerdings klar sein.

Bezirksklasse Männer Leipzig

Gegen die HSG Rückmarsdorf II (2./13:5) hat der SV Leisnig 90 (3./12:6) in eigener Halle die Chance, mit zwei Pluspunkten einen Kontrahenten im Kampf um die Aufstiegsplätze erst einmal in der Tabelle zu überholen. Das wird allerdings trotz des Heimrechts eine echte Herausforderung. Zwei auf gleich gutem Niveau spielende Mannschaften stehen sich gegenüber und letztendlich wird der größere Wille, verbunden mit der besseren spielerischen Leistung, entscheiden.

Bezirksklasse Frauen Chemnitz

Im Spiel Roßweiner SV (9./9:11) gegen den HC Oederan (12./1:21) haben die Muldenstädterinnen die große Chance, ihr Punktekonto weiter aufzubessern. Der bisher noch sieglose Tabellenletzte dürfte in der Stadtsporthalle nicht in der Lage sein, ernsthaft Widerstand zu leisten. Bereits im Hinspiel konnte sich der RSV durchsetzen und daran wird sich auch in heimischer Halle nichts ändern.

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