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Schwere Mängel in Mochauer Kita

Wegen Brandschutzmängeln ist der Kita die Betriebserlaubnis entzogen worden. Der Hort musste in die Schule umziehen.

© Symbolbild/Steffen Unger

Von Jens Hoyer

Döbeln. Döbeln ist knapp an der Schließung der Mochauer Kita Villa Regenbogen vorbeigeschrammt. Wie Oberbürgermeister Hans-Joachim Egerer am Donnerstag den Stadtrat informierte, waren bei einer Brandverhütungsschau Anfang März erhebliche Mängel beim Brandschutz festgestellt worden. Die Stadt hatte das Landesjugendamt als Genehmigungsbehörde einbezogen, das die Betriebserlaubnis zum 30. April entzog. Damit der Betrieb weitergehen konnte, mussten in kürzester Zeit umfangreiche Veränderungen vorgenommen werden. Die wichtigte: Der Hort mit 30 Kindern ist aus der Kita ausgezogen. Er wurde in zwei Räumen in der Grundschule Mochau untergebracht, sagte Egerer. „Die beiden Erzieherinnen sind mitgegangen.“ Träger des Hortes ist jetzt die Stadt. Die Awo ist weiter für Krippe und Kindergarten zuständig. „Der Weiterbetrieb ist gewährleistet. Beide Einrichtungen haben eine Betriebserlaubnis erhalten“, sagte Egerer. Allerdings laufen erhebliche Kosten auf. Er schätzt sie auf bis zu 100 000 Euro.

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Wichtigste Auflagen sind erfüllt

„Die größten Auflagen sind erfüllt. Einige kleinere werden noch bis Ende des Jahres abgearbeitet“, sagte Egerer. Bei der vorherigen Brandverhütungsschau sei erstaunlicherweise nichts beanstandet worden. Unter anderem lagerten Akten der Gemeinde Ostrau auf dem Dachboden – sie wurden herausgeräumt. Außerdem wurden Mängel bei den Rettungswegen festgestellt. Deshalb musste der Hort ausziehen, damit die Krippe innerhalb des Hauses umziehen konnte, so Egerer.

Mit der Awo werde nun wegen der Übernahme der Mitarbeiterinnen verhandelt, so Egerer. Die Eltern seien bei einer Versammlung über die Situation informiert worden. „Das ist sehr sachlich verlaufen“, sagte Egerer.

Die Kita Villa Regenbogen ist mit im Gebäude des ehemaligen Gemeindeamtes untergebracht. Die Arbeiterwohlfahrt hatte die Einrichtung erst vor knapp zwei Jahren von einem Elternverein übernommen. Die Kita hatte bisher 73 Betreuungsplätze. Verblieben sind zwölf Krippen und 30 Kindergartenplätze.