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Schwerter greift nach den Sternen

Die Brauerei kann die Nachfrage manchmal kaum noch befriedigen. Das Schankhaus wurde jetzt klassifiziert.

© Claudia Hübschmann

Von Peter Anderson

Meißen. Nach Schulnoten gerechnet wäre das wohl eine deutliche Eins Plus. Das Hotel Schwerter Schankhaus am Meißner Markt hat bei der Dehoga-Klassifizierung für drei Sterne jetzt 342 von 260 nötigen Punkten erhalten. „Hier stimmt einfach die Hardware“, sagt der Geschäftsführer des Regionalverbandes Dresden der Dehoga Sachsen Axel Klein. Seine Tester haben das familiäre Hotel in den vergangenen Monaten gründlich unter die Lupe genommen. Sind die Matratzen frisch und bequem? Gibt es eigene Hosenbügel? Läuft der Fernseher? Ist das Telefon angeschlossen? Wie gut funktioniert das Wlan? „Sie glauben gar nicht, was wir da manchmal so alles erleben“, sagt Klein. Beim Schwerter Schankhaus blieben die Dehoga-Spezialisten von unliebsamen Überraschungen verschont. Im Gegenteil, das Zeugnis fiel ohne Abstriche positiv aus. Als eines von insgesamt 330 Häusern in Sachsen, darf sich das Schankhaus jetzt mit der schweren Messingplatte schmücken.

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Schwerter-Marketingleiter Norbert Rogge sieht die Sterne als wichtige Orientierung für die Gäste. „Diese unabhängige Klassifizierung stellt eine Vergleichbarkeit her. Die Besucher wissen dann ganz genau, was sie erwarten können“, sagt Rogge. Gute Erfahrungen habe das Unternehmen damit bereits im Moritzburger Hotel der Privatbrauerei Schwerter Meißen sammeln können, dem Eisenberger Hof.

Insgesamt verfügt das direkt am Markt gelegene Schankhaus-Hotel über elf Zimmer, die in dem denkmalgeschützten Bürgerhaus ganz individuell eingerichtet wurden. Kleine Nischen sind eingearbeitet, durch die Fenster ergeben sich immer neue Blicke auf Meißens Altstadt.

Dementsprechend lobend fallen die Kommentare auf den diversen Buchungsportalen aus. Diese Rückmeldungen würden verfolgt und ausgewertet, sagt Rogge. So heißt es in der jüngsten Bewertung vom 24. Juli auf dem Portal Tripadvisor: „Sehr saubere, bequeme Zimmer, zentral gelegen und mit gutem Service. Frühstück reichlich und schmackhaft. Wer mag, kann abends deftig im Schankhaus essen.“ Eine Besucherin aus der Schweiz schreibt Ende August dieses Jahres auf der Internetseite von Booking.com: „Super Lage, sehr zentral. Deshalb nur öffentliche Parkplätze vorhanden. Gutes, kreatives Essen. Für Bierfreunde super und interessant.“

Für Schwerter-Geschäftsführer und Inhaber Eric Schäffer krönen die Sterne für das Schankhaus eine gelungene Sommersaison. „Die Nachfrage war teilweise so groß, dass ich selbst mit ausgeliefert habe“, sagt er. Nach einigen nächtlichen Übungsrunden auf dem Parkplatz am Firmengelände in Zaschendorf sei das ganz gut gegangen. Die am traditionellen Handwerk orientierte Produktionsweise bei der Privatbrauerei Schwerter Meißen führe mitunter zu Lieferengpässen. Trotzdem würden an der Qualität keine Abstriche gemacht, sagt Schäffer. Jüngst habe es Anfragen aus Berlin gegeben, ob das Meißner Bier nicht auch dort ausgeschenkt werden könne. Dies habe er jedoch abgelehnt, da der Anfahrtsweg zu weit ausfalle, so der Geschäftsführer. Wachstum solle nicht um jeden Preis erreicht werden.

Ruhig wird es rund um das Schwerter-Bier trotzdem nicht. Der nächste Höhepunkt steht unmittelbar bevor. Am 7. und 8. Oktober feiert das Unternehmen in Zaschendorf sein nun bereits traditionelles Bennator-Bockbierfest.