merken

Schwieriger Mordfall vor Aufklärung

Ein junges Pärchen aus Sachsen gesteht einen Mord in Thüringen. Was fehlt, ist das Opfer. Doch nun ist eine Leiche in Hessen gefunden worden.

© Symbolfoto: Ralf Roeger/dpa

Zwickau/Fulda. Ein Mord ohne Leiche im November 2017 in Gera steht vor der Aufklärung. Knapp drei Monate nach dem Geständnis eines jungen Pärchens aus dem sächsischen Zwickau wurde nahe Bad Hersfeld (Hessen) eine Männerleiche aus der Fulda geborgen. Die Ermittler gehen davon aus, dass es sich um das Mordopfer handelt - einen vermissten 45-Jährigen aus Gera. „Mit Sicherheit wissen wir das erst nach der DNA-Untersuchung in ein bis zwei Tagen“, sagte die Pressesprecherin der Staatsanwaltschaft Zwickau, Ines Leonhardt, am Dienstag. Bei der Obduktion wurden mehrere tödliche Stichverletzungen entdeckt.

Anzeige
Wintermärchen eiskalt in Szene gesetzt

Zum zweiten Mal öffnet die Eiswelt Dresden ihre Türen. Die filigranen Eiskunstwerke sind ein atemberaubendes Erlebnis für Groß und Klein.

Nach dem Opfer des Verbrechens war seit der Festnahme der Schülerin und ihres Freundes mehrfach aufwendig, aber ohne Ergebnis gesucht worden. „Aufgrund der Witterungsbedingungen war das schwierig, wegen Hochwassers“, sagte Leonhardt. Am vergangenen Freitag dann hatte ein Spaziergänger den leblosen Körper in der Flussmitte zwischen Bad Hersfeld und Niederaula entdeckt.

Die 17-Jährige und der 20-Jährige hatten gestanden, einen 45-Jährigen aus Gera mit Messerstichen in Hals und Oberkörper umgebracht zu haben, um an dessen Auto zu kommen. Mit der Leiche im Kofferraum waren sie nach eigenen Angaben Richtung Bad Hersfeld gefahren und hatten den Toten in die Fulda geworfen. Das Paar und der Mann kannten sich nicht. „Er war ein Zufallsopfer“, sagte Leonhardt.

Die Schülerin, die als vermisst gemeldet war, und ihr Freund waren sechs Tage später dem Security-Mann eines Parkplatzes in Frankfurt am Main aufgefallen. Er alarmierte die Polizei. Das erbeutete Fahrzeug wurde sichergestellt. Gegen die beiden Heranwachsenden erging Haftbefehl. Sie befinden sich unter Mordverdacht in Untersuchungshaft. (dpa)