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Sebnitz

Sebnitz soll den Klimanotstand ausrufen

Die Fridays-for-Future-Bewegung richtet einen Appell an die Stadträte. Auch Sebnitz soll schnellstens handeln.

© Daniel Schäfer

Der miserable Zustand des Waldes stand im Mittelpunkt der Fridays-for-Future-Kundgebung in Sebnitz. Die Teilnehmer richteten unter anderem einen dringenden Appell an die Sebnitzer Stadträte und den Sebnitzer Oberbürgermeister. 

Nach dem Motto „Denke global, handle lokal“ könne auch Sebnitz einen Beitrag dazu leisten, sagt Paul Löser, Mitorganisator der Kundgebung, selbst Stadtrat von Bündnis 90/Die Grünen. Für den Appell sollen bis Jahresende Unterschriften gesammelt werden, die dann an den Stadtrat übergeben werden sollen. In dem Papier wird unter anderem gefordert, dass Sebnitz den Klimanotstand ausruft und damit jede kommunale Entscheidung auf Klimaverträglichkeit prüft. Außerdem soll die Stadt Sebnitz bis Juni 2020 einen Klimaschutzplan entwerfen, der konkrete Ziele und Maßnahmen enthält. Außerdem wird gefordert, dass Sebnitz bis 2040 eine klimaneutrale Kommune wird, also genauso viel Kohlendioxid absorbiert wird, wie in der Stadt verursacht wird. Um die Ziele einzuhalten drängen die Teilnehmer der Kundgebung darauf, dass die Stadt bis 2025 geeignete öffentliche Dachflächen mit Fotovoltaikanlagen ausstattet und das ab 2025 keine Fahrzeuge mit Verbrennungsmotoren für die Stadt Sebnitz angeschafft werden. Darüber hinaus wird gefordert, dass ab 2020 jede Straßenbeleuchtung eine eigene Solaranlage erhält. 

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Außerdem soll die Stadt die Infrastruktur für Lademöglichkeiten für Fahrzeuge mit Elektro-, Hybrid- oder Wasserstoffantrieb ausbauen. Gefordert wird auch, den öffentlichen Personennahverkehr besser auf die Bedürfnisse der Menschen abzustimmen und kostengünstig zur Verfügung zu stellen. Gleichzeitig soll sich die Stadt dafür einsetzen, dass die Radinfrastruktur massiv ausgebaut wird, sprich, dass geplante Radwege umgesetzt werden. Der Appell geht darüber hinaus auch auf den Rückgang von heimischen Tier- und Pflanzenarten ein. In diesem Zusammenhang gibt es weitere Forderungen, so unter anderem, dass Sebnitz ab sofort nur so viel Fläche versiegelt, wie im gleichen Jahr renaturiert wird, dass die Stadt Sebnitz dafür sorgt, dass ausreichend Müllbehälter im Stadtgebiet aufgestellt werden, damit der Müll nicht in der Landschaft landet. Das Papier richtet sich gegen einen weiteren Ausbau der S 154 zwischen Neustadt und Sebnitz, da wichtiger Lebensraum für Tiere und Pflanzen zerstört werde.

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