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Sebnitz vor der Zerstörung bewahrt

Dr. Steudner war bis 1945 Bürgermeister. Sein Geburtstag jährt sich zum 140. Mal. Für die Stadt war er ein Retter.

© privat

Von Anja Weber

Sebnitz. Dr. Otto Steudner leitete von 1908 bis 1945 die Geschicke der Stadt Sebnitz. Am 28. Januar jährt sich sein Geburtstag zum 140. Mal. Die Sebnitzer Historikerin Ute Kaufer erinnert daran. „Dr. Steudner sollte nicht vergessen werden“, sagt sie. Deshalb hat sie an der Gedenktafel auf dem Sebnitzer Friedhof ein Gesteck niedergelegt. Die Verdienste um die Stadt sind groß. So ließ er die Schulen an der Weberstraße und der Bergstraße bauen, das heutige Goethe-Gymnasium. Unter seiner Regie wurde das ehemalige Krankenhaus erweitert und der Sebnitzbach reguliert. Den wohl größten Dienst erwies er seiner Stadt im Jahr 1945, zum Ende des Zweiten Weltkrieges. Er hat die Stadt vor der Zerstörung gerettet, weil er sich dem Befehl der Nationalsozialisten widersetzte und die Stadt kampflos übergeben hatte. 1950 starb Steudner. Seine sterblichen Überreste wurden in seinem Heimatort Leutersdorf in der Oberlausitz beigesetzt. Die Mitglieder der damaligen Bürgerinitiative „750 Jahre Sebnitz“ haben sein Grab gepflegt. 2011 war die Liegefrist abgelaufen. Die Grabstätte wurde eingeebnet. Die Stadt Sebnitz veranlasste dann, dass auf dem hiesigen Friedhof im Oktober 2011 eine Gedenktafel angebracht wurde.

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