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Ehrenberg: Pizzeria hat neuen Besitzer

Lange hat die Gaststätte leer gestanden. Jetzt gibt es eine neue Perspektive. Und die könnte vielen Menschen helfen.

Die Gaststätte Am Hutberg in Ehrenberg stand lange leer. Jetzt wird sie wieder genutzt - also wenn es denn wieder möglich ist.
Die Gaststätte Am Hutberg in Ehrenberg stand lange leer. Jetzt wird sie wieder genutzt - also wenn es denn wieder möglich ist. © Steffen Unger

Schon kurz nach der Wende war die Pizzeria im Hohnsteiner Ortsteil Ehrenberg eine Institution. Nicht nur aus dem Ort kamen die Gäste, um hier die frisch gemachte Pizza der Familie Gottlöber zu genießen. Aus der Pizzeria wurde dann die Gaststätte "Zum Hutberg". Allerdings ist das Restaurant mit angeschlossener Kegelbahn seit einiger Zeit zu. Familie Gottlöber suchte nach einem neuen Käufer oder Pächter. Doch die allgemein nicht rosige Lage für Gaststätten in gerade ländlichen Gemeinden ließ Interessenten ausbleiben. Doch jetzt scheint eine Lösung gefunden zu sein.

Angeschoben vom Ortschaftsrat in Ehrenberg, könnten hier gleich mehrere Fliegen mit einer Klappe geschlagen werden. Denn ein solches Objekt inmitten dieses lang gestreckten Dorfes lässt man nicht einfach verfallen.

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Und so kamen die findigen Ehrenberger auf die Idee, mit Familie Gottlöber zu sprechen, ob sie die Gaststätte auch an die Stadt Hohnstein verkaufen würden, mit dem Ziel, das Objekt als Dorfgemeinschaftshaus, als Treffpunkt für die Ehrenberger zu nutzen.

Aus Gastronomie wird Dorfgemeinschaftshaus

In den letzten Wochen haben sie fleißig die Vorteile aufgelistet. Denn letztlich muss ja Hohnsteins Stadtrat über den Ankauf einer Gaststätte in Stadteigentum entscheiden. Und die Vorteile liegen wohl auf der Hand. Die Gaststätte liegt im Ortskern, ist gut zu erreichen und hat ausreichend Parkmöglichkeiten zur Verfügung. Sie kann in Verbindung zum Fest- und Spielplatz sowie bei allen ortsgebundenen Festen genutzt werden.

Die Bausubstanz ist durch Modernisierung sowie An- und Umbauarbeiten durch die jetzigen Inhaber in einem guten Zustand. Küchentrakt und Sanitärbereiche sind im Gebäude vorhanden und auf einem modernen Stand. Die vorhandene Kegelbahn ist voll funktionsfähig. Außerdem ist der gesamte Komplex ebenerdig und barrierefrei.

Damit scheint eine Lösung gefunden zu sein und die Ehrenberger kommen wohl schneller als gedacht an ein neues Dorfgemeinschaftshaus. "Wir brauchen dringend ein Objekt. Alle Vereine arbeiten mittlerweile zusammen, feiern gemeinsam, wenn es denn wieder möglich ist", sagt ein Ehrenberger.

Der Stadtrat gab unlängst seine Zustimmung. Damit wird die Stadt Hohnstein die ehemalige Gaststätte Am Hutberg in Ehrenberg für 80.000 Euro kaufen. Dazu kommen noch zusätzliche Kosten in Höhe von 20.000 Euro. Die Stadt muss damit 100.000 Euro berappen. doch wo kommt das Geld dafür so plötzlich her?

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Mal so 100.000 Euro aus der Kalten locker machen, kann sich das Hohnstein überhaupt leisten? Offenbar schon, und das hat seinen Grund. Ursprünglich sollten die Erdgeschossräume der Turnhalle zum neuen Dorfgemeinschaftszentrum saniert und umgebaut werden. Dafür hatte die Stadt 110.000 Euro an Eigenmitteln in den Haushalt eingestellt. Diese werden nun für den Ankauf der Gaststätte verwendet.

Die bereits bestätigten Leader-Fördermittel für den Ausbau der Turnhalle in Höhe von 125.000 Euro muss die Stadt jetzt allerdings zurückgeben, da sie nicht für andere Projekte verwendet werden dürfen. Die Turnhalle soll trotzdem trockengelegt werden. Dafür muss die Stadt aber neue Fördermittel beantragen.

Für das Dorfgemeinschaftshaus sind etwa 4.000 Euro an Betriebskosten pro Jahr einzuplanen. Diese will die Stadt vor allem durch die Vermietung der Räumlichkeiten wieder einholen. Das Management dafür übernimmt der Ortschaftsrat. Wer die Räumlichkeiten mieten will, müsste sich dann an den Ortschaftsrat wenden.

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Um nicht auf dem Trocknen zu rudern, hat die Stadt bereits einen Vorschlag für die Preise ausgehandelt. 80 Euro pro Veranstaltung würde das Anmieten der Räume ohne Kegelbahn kosten, nur die Kegelbahn 50 Euro pro Veranstaltung und die kompletten Räume mit Kegelbahn kann man für 120 Euro mieten. Vermietet wird übrigens nicht nur an Ehrenberger, sondern auch an Interessenten aus dem Umland.

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