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Hier entsteht ein neues Wohngebiet

Noch dieses Jahr wird die Stadt Stolpen alle Flächen im Wohngebiet Schlossberg verkauft haben. Jetzt sollen weitere Areale erschlossen werden. Das ist nicht einfach.

Im Stolpener Ortsteil Lauterbach soll ein neues Wohngebiet entstehen.
Im Stolpener Ortsteil Lauterbach soll ein neues Wohngebiet entstehen. © Daniel Schäfer

Wohnen in und um Stolpen steht hoch im Kurs. Die Flächen im neuen Wohngebiet Schlossberg unterhalb der Burg Stolpen sind fast alle vergeben, reserviert beziehungsweise verkauft. Stolpens Bauamtsleiter Jörg Rutscher geht davon aus, noch in diesem Jahr einen Schlussstrich unter dieses Baugebiet ziehen zu können. Die Stadt hat damit auch die Erschließungskosten wieder rein. "Es gab noch jede Menge Nachfragen. Wir hätten noch mehr Grundstücke verkaufen können", sagt der Bauamtsleiter. Mehr Fläche gibt das Gelände nicht her. Bauland ist aber gefragt. Bei ihm auf dem Tisch landen darüber hinaus auch immer wieder Anträge für Neubauten auf Privatgrundstücken in den Ortsteilen, mal wird im eigenen Grundstück neugebaut, mal werden alte Häuser abgerissen und durch neue ersetzt. So wurden vor Kurzem zwei Neubauten im Ortsteil Langenwolmsdorf und ein Neubau im Ortsteil Rennersdorf-Neudörfel bestätigt.

Alte Baupläne wieder hervorgeholt

Der Vorrat an größeren Bauflächen auf kommunalen Grund und Boden ist in Stolpen aber erschöpft. Einzelne private Flächen auch zur Lückenbebauung gibt es noch. Aus diesem Grund will man jetzt Platz für neue Wohngebiete schaffen. Eines davon soll im Ortsteil Lauterbach entstehen. Prädestiniert dafür ist das Areal an der traditionellen Ostersäule. Noch als eigenständige Gemeinde hat Lauterbach hier 1992 mit den Vorbereitungen für ein neues Wohngebiet begonnen. Allerdings schlief das Ganze offenbar auch mangels Interessenten wieder ein. Die gab es aber dann ein paar Jahre später.

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Im Sommer 2018 holte die Stadt Stolpen endgültig die Pläne wieder hervor. Seitdem wird am Bebauungsplan gearbeitet. So wurde unter anderem noch Land hinzugekauft. Der Plan musste bereits mehrfach geändert werden. Zuletzt wurden unter anderem die öffentlichen Parkplätze von sieben auf vier reduziert, um auf dieser Fläche im Winter Schnee ablagern zu können. Außerdem muss ein zusätzlicher Löschwasserbehälter gebaut werden, um im Brandfalle auch ausreichend Wasser für das neue Wohngebiet zu haben. Dazu kommt, dass es sich um ein sensibles Gebiet handelt. Ein Teil davon ist ein sogenanntes Fauna-Flora-Habitat-Gebiet, ausgewiesen durch den Landkreis Bautzen. Damit sind verschiedene Schutzbestimmungen einzuhalten.

Weltkriegsmunition unter der Ostersäule?

Der Bebauungsplan liegt derzeit aus und muss anschließend noch genehmigt werden. Wie viele Einzelhäuser gebaut werden können, wird sich dann zeigen. Allerdings scheinen weitere Hindernisse zu lauern. Ältere Lauterbacher vermuten oder wissen auch zu berichten, dass sich in besagtem Areal noch Munition aus dem zweiten Weltkrieg im Erdreich befinden könnte. Deshalb muss neben den archäologischen Untersuchungen vorher geprüft werden, ob nicht tatsächlich noch Granaten oder Ähnliches im Erdreich lagern.

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