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Museum Sebnitz: Sanierung gesichert

Der Umbau des Sebnitzer Museums hatte begonnen, bevor die Finanzierung komplett war. Dank einer Großspende ist das nun geklärt.

Sparkassenchef Joachim Hoof und der Sebnitzer OB Mike Ruckh: Der Eingang des Museum wird zwische die beiden Gebäude verlegt.
Sparkassenchef Joachim Hoof und der Sebnitzer OB Mike Ruckh: Der Eingang des Museum wird zwische die beiden Gebäude verlegt. © Steffen Unger

Schon seit Oktober 2019 sind die Städtischen Sammlungen in Sebnitz, bestehend aus dem Heimatmuseum und dem Afrikahaus, für Besucher nicht mehr zugänglich. Mit langem Vorlauf begann damals die Vorbereitung für die Sanierung der beiden Gebäude an der Hertigswalder Straße. Tausende Exponate, Bücher und historische Dokumente mussten feinsäuberlich in Kisten verpackt und ins Depot verfrachtet werden, damit Planer und Handwerker freie Hand haben, um zunächst eine komplette Bestandsaufnahme der alten Gemäuer zu machen.

Was zu diesem Zeitpunkt aber noch nicht abschließend geklärt war, war die Finanzierung des Großprojekts. Gut zwei Millionen Euro sind nötig, um aus den verwinkelten Häuser mit ihren veralteten Installationen ein zeitgemäßes Ausstellungshaus zu machen und dessen Schätze ins rechte Licht zu rücken. Die Stadt Sebnitz hatte sich entschieden, das Projekt trotzdem zu starten - damit es wenigstens losgeht.

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Zu Jahresbeginn 2021 wurden dann die ersten umfangreichen Bauaufträge vergeben, seit März sind die Handwerker vor Ort zugange. Mit der Aufstellung der Bautafel wurde der Baustart vergangene Woche noch einmal offiziell zelebriert, zudem gab die Stadt Sebnitz aus diesem Anlass bekannt, dass nun auch die Finanzen geklärt sind.

Sechsstellige Großspende der Sparkasse

Die Ostdeutsche Sparkassenstiftung und die Ostsächsischen Sparkasse Dresden unterstützten die Sanierung des Sebnitzer Museums gemeinsam mit einer Großspende. Damit ist die Finanzierungslücke für das aktuell größte städtischen Bauprojekt in Sebnitz geschlossen. Oberbürgermeister Mike Ruckh (CDU) hatte zwar bereits früher angedeutet, dass er sich bei der Sparkassenstiftung um finanzielle Unterstützung bemüht, in trockenen Tüchern war die Sache aber lange Zeit nicht.

Laut Joachim Hoof, dem Vorstandsvorsitzenden der Ostsächsischen Sparkasse, handelt es sich um eine sechsstellige Summe. Exakt beziffern wollte der Bankchef die Großspende nicht. Einen Hinweis auf die Größenordnung gibt jedoch der Rückblick auf den Finanzierungsstand vom Januar 2020. Zum damaligen Zeitpunkt waren nach Kenntnis der Sächsischen Zeitung noch rund 416.000 Euro offen. Jetzt ist das Budget komplett.

So sah der Raum zwischen den Gebäuden noch vor wenigen Wochen aus. An dieser Stelle entsteht jetzt der neue Eingangsbereich.
So sah der Raum zwischen den Gebäuden noch vor wenigen Wochen aus. An dieser Stelle entsteht jetzt der neue Eingangsbereich. © Steffen Unger

Die äußerlich markanteste Veränderung beim Umbau wird der neu gestaltete Eingangsbereich. Der Eingang wird dafür in die Mitte zwischen den beiden bestehenden Gebäuden verlegt. Von dem verglasten Empfangsbereich können die Gäste dann nach links ins Afrikahaus und nach rechts ins Kunstblumen- und Heimatmuseum eintreten. Neben der zentralen Infotheke sollen auch ein Museumsshop und Toiletten dort Platz finden.

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Wer bisher ins Afrikahaus wollte, musste dafür das gesamte Museum durchqueren und dann durch einen seitlich offen Gang das Gebäude wechseln. Das war nicht nur für die Besucher umständlich, sondern hat auch die Übersicht für die Mitarbeiter erschwert.

Neues Konzept für die Ausstellung

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