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Neues Wohngebiet entsteht bei Stolpen

Der Bebauungsplan ist fast fertig. Die Stadt hat die künftigen Bauflächen an einen Investor meistbietend verkauft.

An der Ostersäule in Lauterbach bei Stolpen wird ein neues Wohngebiet erschlossen.
An der Ostersäule in Lauterbach bei Stolpen wird ein neues Wohngebiet erschlossen. © Steffen Unger

Der Vorrat an größeren Bauflächen auf kommunalem Grund und Boden ist in Stolpen erschöpft. Einzelne private Flächen, auch zur Lückenbebauung, gibt es noch. In absehbarer Zeit wird nun ein neues Wohngebiet im Stolpener Ortsteil Lauterbach hinzukommen.

Noch als eigenständige Gemeinde hatte Lauterbach auf einem Areal an der Ostersäule 1992 mit den Vorbereitungen für ein neues Wohngebiet begonnen. Allerdings schlief das Ganze offenbar auch mangels Interessenten wieder ein. Die gab es aber dann ein paar Jahre später.

Im Sommer 2018 holte die Stadt Stolpen endgültig die Pläne wieder hervor. Seitdem wird am Bebauungsplan gearbeitet. So wurde unter anderem noch Land hinzugekauft. Der Plan musste bereits mehrfach geändert werden. Dazu kommt, dass es sich um ein sensibles Gebiet handelt. Ein Teil davon ist ein sogenanntes Fauna-Flora-Habitat, ausgewiesen durch den Landkreis Bautzen. Damit sind verschiedene Schutzbestimmungen einzuhalten.

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Stadt verkauft das Bauland an den Meistbietenden

Inzwischen ist der Bebauungsplan in der Endphase. Und die Stadt Stolpen hat den Weg für die weitere Erschließung des Wohngebietes frei gemacht. Dazu wurde die Fläche an den Investor verkauft. Die Stadt hatte sie ausgeschrieben. Das Mindestgebot lag bei 141.000 Euro. Der künftige Besitzer der neuen Wohnbauflächen hatte mit 188.000 Euro die höchste Summe geboten. Damit bekam er den Zuschlag.

Da es sich um Rohbauland handelt, wird er die Erschließungskosten für die Flächen und Grundstücke selbst bezahlen und dann an die Bauherren weitergeben. Wie viele Eigenheime hier einmal Platz haben werden, ist abhängig von den künftigen Grundstücksgrößen. Auf die hat man sich noch nicht festgelegt.

Wer hier baut, tut es übrigens auf historisch bedeutsamem Boden. Hier gab es im 16. Jahrhundert eine Datumsgrenze. In der sächsischen Geschichte wird belegt, dass die Ostersäule ursprünglich eine Bet - oder Martersäule aus katholischer Zeit gewesen sein muss.

Eine Erklärung für den Hinweis, dass die Lauterbacher zweimal Ostern feierten, liegt in der Einführung des Gregorianischen Kalenders im Jahr 1582. Die Lausitz, Böhmen und Schlesien bekannten sich erst 1584 dazu. Die angrenzenden kursächsischen Gemeinden hielten weiter am julianischen Kalender fest, sodass das Osterfest innerhalb von zehn Tagen zweimal gefeiert wurde.

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