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Sebnitzer Sängerhof ist neu gestaltet

Ein zentraler Platz in der Stadt ist fertig. Hier können sich Einwohner und Gäste treffen, feiern oder einfach nur entspannen.

Von Anja Weber
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Die Sanierungsarbeiten im Sängerhof in Sebnitz sind abgeschlossen. Mit einem Fest wird das Areal eingeweiht. Im Bild Celine Just,
Praktikantin bei der DRK Kinder-und Jugendwohngemeinschaft.
Die Sanierungsarbeiten im Sängerhof in Sebnitz sind abgeschlossen. Mit einem Fest wird das Areal eingeweiht. Im Bild Celine Just, Praktikantin bei der DRK Kinder-und Jugendwohngemeinschaft. © Steffen Unger

Die wohl längste Baustelle in Sebnitz hat ein Ende gefunden. Mit einem Fest wurde der fertig gestaltete Sängerhof eingeweiht. Er ist nicht nur ein Platz zum Verweilen, sondern auch die Verbindungsachse zwischen dem Haus der Deutschen Kunstblume mit der Seidenblumenmanufaktur am Neustädter Weg mit der Schandauer Straße. Ein zentraler Ort, der von vielen genutzt wird. Direkte Anlieger sind das DRK-Mehrgenerationenhaus, die Bibliothek, der Jugendclub. Der Bergsteigerchor Sebnitz hat hier seine Probenräume. Gemeinsam wurde deshalb am Freitag gefeiert.

Amtschef Ronald Kretzschmar, Stephan Montag von der gleichnamigen Tiefbaufirma und Mathias Krahl vom Bauamt (v.l.n.r.) beim traditionellen Bänderdurchschnitt.
Amtschef Ronald Kretzschmar, Stephan Montag von der gleichnamigen Tiefbaufirma und Mathias Krahl vom Bauamt (v.l.n.r.) beim traditionellen Bänderdurchschnitt. © Steffen Unger

Grund zum Feiern gab es reichlich. Der erste Umbau liegt schon eine Weile zurück. Im Jahr 2000 wurde der Innenhof teilweise gepflastert. Die Vorfläche wurde geschottert. Im Sommer eine staubige Angelegenheit und bei Regen eine eher matschige. Und vom Anblick ganz zu schweigen. Ein Platz zum Verweilen sieht anders aus.

Am Nachmittag liefen die Vorbereitungen auf das erste Hoffest nach der Umgestaltung. Als Nächstes ist die Fassade der Bibliothek dran.
Am Nachmittag liefen die Vorbereitungen auf das erste Hoffest nach der Umgestaltung. Als Nächstes ist die Fassade der Bibliothek dran. © Steffen Unger

Mit dem Förderprogramm Stadtumbau Ost gelang es nun, den kompletten Innenhof zu sanieren. Reichlich Arbeit für die Baufirma Montag, die von Juni bis Oktober hier zu Gange war. Unterbrochen wurden die Arbeiten durch das Hochwasser am 17. Juli. Umfangreiche Tiefbau- und Rohrleitungsarbeiten waren notwendig. Die Schmutzwasserableitung der Bibliothek war defekt und musste komplett neu an das Abwassersystem angeschlossen werden. Eine ehemalige Kläranlage musste abgebrochen, verfüllt sowie eine Regenentwässerung für die Hoffläche gebaut werden. Zum Schluss wurden noch 110 Quadratmeter Großpflaster und 300 Quadratmeter Betonpflaster in die Erde gebracht. Die Grünflächen wurden so beibehalten.

Ein Platz für Veranstaltungen

Die Gesamtkosten für die Sanierung belaufen sich auf 150.000 Euro. Die bisherigen Spielgeräte bleiben stehen. Eine Ergänzung ist nicht vorgesehen. "Für uns war es wichtig, diese Fläche endlich neu gestalten zu können. Damit konnte ein langersehntes Projekt umgesetzt werden, was allen zur Verfügung steht", sagt Amtschef Ronald Kretzschmar. Er hoffe, dass der Platz dann auch lange so erhalten bleibe. Immer wieder kristallisierten sich hier vor allem Müllprobleme heraus. Treffen ist die eine Seite, die andere Seite sei aber, den Müll dann auch wieder mitzunehmen, sagte er.

Die Fläche selbst kann für Veranstaltungen genutzt werden, wie schon vor der Sanierung praktiziert, so unter anderem für Familiensommerfeste, auch bei der Museumsnacht und für Konzerte des Bergsteigerchores. Auch der Jugendclub nutzt die Fläche für seine Aktivitäten, wie auch das DRK-Mehrgenerationenhaus. Mit der Umgestaltung ergeben sich nun aber auch ganz neue Möglichkeiten.

Bereits zur Museumsnacht wurde eine weitere Attraktion eingeweiht. Der Durchgang des Sängerhofes - sonst dunkel und ständig beschmiert - ist nun beleuchtet in Form eines kleinen Stadtrundganges. Das Wandermaskottchen Lotte marschiert natürlich mit. Möglich war das durch eine Initiative der im Sängerhof ansässigen Einrichtungen. Sie hatten sich mit dem Projekt beim City-Wettbewerb "Ab in die Mitte" beworben und dafür 5.000 Euro erhalten. Von dem Geld wurde die leuchtende Tafel finanziert.