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Sebnitz testet Solarleuchten

Die Straßenlampen funktionieren ohne eigenen Stromanschluss. Sie können somit Bereiche beleuchten, an denen die Kabelverlegung zu teuer ist.

Von Dirk Schulze
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An der Hinteren Dorfstraße in Lichtenhain wurden für einen Modellversuch zwei Solarleuchten aufgestellt.
An der Hinteren Dorfstraße in Lichtenhain wurden für einen Modellversuch zwei Solarleuchten aufgestellt. © Stadt Sebnitz

Die Stadt Sebnitz testet in einem Modellversuch Solarleuchten als Straßenlaternen. Dazu wurden jetzt in Lichtenhain an der Hinteren Dorfstraße zwei solcher Leuchten mit Solarpanelen aufgestellt, wie das Rathaus mitteilt. In einer einjährigen und für die Stadt kostenfreien Testphase soll die Zuverlässigkeit geprüft werden. Künftig könnten derartige Lampen dann zur öffentlichen Beleuchtung von Anwohnerstraßen, Rad- und Fußwegen dienen.

Der Vorteil dieser Technik: Die Leuchten funktionieren autark. Zum Aufstellen ist lediglich ein Fundament erforderlich, das oft aufwendige Verlegen von Erdkabeln entfällt. Die Energie wird über Photovoltaikpaneele erzeugt, die sich im Leuchtenkopf befinden und in Akkus im Fuß des Mastes zwischengespeichert. Das Licht kommt aus energieeffizienten LED-Modulen.

Die Leuchten sind zudem mit Sensoren für die Dämmerung und Bewegungsmeldern ausgestattet. Sobald es abends dämmert, schalten sie sich automatisch mit einer gewissen Grundhelligkeit ein. Bei Bewegung wird die volle Leistung zugeschaltet.

Trotz der vielen Technik verfügen die Leuchten laut Ansicht der Stadtverwaltung über ein Design, das sich unauffällig ins Ortsbild einfügt. Bei der Auswahl der Testmodelle wurde auf Insektenschutz und eine warme Lichtfarbe geachtet. Zudem verfügen die Leuchten über eine Kommunikationsschnittstelle, mit der sich die Leuchtdaten überwachen und Fehler erkennen lassen. Ist die Testphase erfolgreich, könnten derartige Straßenlaternen an weiteren Standorten aufgestellt werden, an denen der Netzanschluss bisher schwierig ist, kündigt die Stadt Sebnitz an.