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Sebnitz: Solarpark von Bosch nimmt Hürde

Rechtlich spricht nichts gegen die geplante Photovoltaikanlage bei Bosch in Sebnitz. Eine Änderung gibt es zum Schutz der Vögel.

Bosch in Sebnitz: 20 Prozent seines Strombedarfs will das Werk aus Sonnenenergie selbst erzeugen.
Bosch in Sebnitz: 20 Prozent seines Strombedarfs will das Werk aus Sonnenenergie selbst erzeugen. © Steffen Unger

Gegen den geplanten Solarpark bei Bosch in Sebnitz gibt es keine wesentlichen Einwände seitens der Behörden. Den Entwurf des Bebauungsplans für die Anlage hat der Sebnitzer Stadtrat dementsprechend in seiner jüngsten Sitzung gebilligt. Zuvor hatten übergeordnete Behörden und Nachbarkommunen dazu ihre Stellungnahmen abgegeben.

Eine Änderung gibt es jedoch bei der Bepflanzung. Ursprünglich war geplant auf dem Gelände 50 Sträucher neu anzupflanzen. Sie sollten als Lebensraum und Brutplätze für Singvögel dienen. Gerade dies wäre aber kontraproduktiv, urteilten die Verantwortlichen für Umwelt und Naturschutz im Pirnaer Landratsamt. Es bestehe die Gefahr, dass die Vögel mit den aufgestellten Solarplatten kollidieren.

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Nach einem Ortstermin mit einem Experten des Umweltamts wurde deshalb festgelegt, auf die geplanten Sträucher am Solarpark zu verzichten und stattdessen ersatzweise etwas weiter entfernt in Hainersdorf an einem Feldweg eine Obstbaumreihe und eine Hecke anzupflanzen.

Der Solarpark mit rund 2.000 Solarmodulen soll auf rund 11.000 Quadratmetern auf einer Wiese südlich des Werksgeländes von Bosch im Sebnitztal entstehen. Das Unternehmen, das in Sebnitz Bohrhämmer und Winkelschleifer produziert, will damit 20 Prozent des Energiebedarfs des Sebnitzer Werks selbst produzieren. Der Aufbau der Solarpanels soll laut Plan noch im Laufe des Jahres beginnen.

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