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Noch weiter Schienenersatzverkehr

Ab Montag fahren wieder Züge zwischen Sebnitz und Neustadt. Zeitweise gilt aber auch Ersatzverkehr auf der kompletten Bahnstrecke bis nach Pirna.

Ersatzbus am Bahnhof in Neustadt: Auch im November sind nicht genug Triebwagen einsatzbereit.
Ersatzbus am Bahnhof in Neustadt: Auch im November sind nicht genug Triebwagen einsatzbereit. © Steffen Unger

Auf der Bahnstrecke Pirna - Neustadt - Sebnitz müssen Fahrgäste auch im November Einschränkungen in Kauf nehmen. Während der Schienenersatzverkehr in den vergangenen Wochen nur auf dem Teilabschnitt zwischen Sebnitz und Neustadt eingerichtet war, stellt die Mitteldeutsche Regiobahn das System aber nun um. 

Künftig fährt die Mehrzahl der Züge wieder bis nach Sebnitz durch. Den Ersatzverkehr mit Bussen gibt es nur zu bestimmten Uhrzeiten - dann allerdings auf der kompletten Streckenlänge zwischen Pirna und Sebnitz. Das gilt ab dem 2. November. 

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Vom Schienenersatzverkehr betroffen sind fünf bis sechs Fahrten über den Tag verteilt. Um welche Abfahrtszeiten es sich im Detail handelt, ist im Fahrplan vermerkt. Die Mitteldeutsche Regiobahn habe dabei versucht, die von Berufspendlern und Schülern besonders frequentierten Fahrten vom Ersatzverkehr auszunehmen, erklärt ein Unternehmenssprecher. Aus logistischen Gründen sei dies aber leider nicht komplett möglich. Die beiden ersten Touren von Neustadt nach Sebnitz (4.55 Uhr und 6 Uhr) zum Beispiel werden komplett mit Bussen gefahren.

Wieder mehr Züge in Einsatz

Der Grund für die Ausfälle ist nach wie vor der technische Zustand der Triebwagen. Bei den Fahrzeugen vom Typ Siemens Desiro ist ein erhöhter Verschleiß an den Radsätzen zu beklagen. Diese müssen häufiger als vorgesehen gewechselt werden. Zuletzt scheiterte es daran, dass keine freien Werkstatttermine zu bekommen waren. Mittlerweile habe man wieder mehr intakte Fahrzeuge zur Verfügung als noch vor einem Monat, erklärt ein Sprecher der Mitteldeutschen Regiobahn. Dafür müssten andere zu ihren turnusmäßig vorgeschriebenen Wartungsterminen. Insgesamt habe sich die Situation schon verbessert.  

Die Mitteldeutsche Regiobahn fährt seit Oktober 2019 im ostsächsischen Dieselnetz, zu dem die Strecke Pirna - Sebnitz gehört. Die zur Transdev-Gruppe gehörende Marke war in einer Notvergabe des Verkehrsverbunds Oberelbe (VVO) eingesprungen, nachdem der vorherige Betreiber, die Städtebahn Sachsen, im Sommer 2019 Insolvenz anmelden musste. Der kompletten Fuhrpark hat die Mitteldeutsche Regiobahn dabei von der Städtebahn übernommen. Es handelt sich um Leasingfahrzeuge.  

Der jetzt veröffentlichte Schienenersatzverkehr-Fahrplan gilt vom 2. November bis zum 30. November. Aber auch im Dezember werde es aller Voraussicht nach weiterhin Einschränkungen geben, kündigt ein Sprecher der Mitteldeutschen Regiobahn an. Das Unternehmen hoffe, dass mit Beginn des neuen Jahres wieder ausreichend intakte Fahrzeuge zur Verfügung stünden.

Betreiberwechsel ab Dezember 2021

Bei den Fahrgästen sorgt der andauernde Schienenersatzverkehr für Unmut. In einer Sitzung des Sebnitzer Stadtrats äußerte kürzlich ein Einwohner die Befürchtung, die Strecke solle "plattgemacht" werden. Jedoch hat der VVO das komplette Dieselnetz erst im Juni langfristig neu vergeben. Ab Dezember 2021 fährt hier die Deutsche-Bahn-Tochter DB Regio. Der Vertrag läuft bis 2031 und umfasst neben Pirna - Sebnitz auch die Strecke durch das Müglitztal sowie die Verbindungen von Dresden nach Königsbrück und Kamenz. 

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Die DB Regio kündigte bei der Vergabe an, künftig ihre eigenen Triebwagen auf den Strecken des Dieselnetzes einzusetzen. Das Unternehmen setzt ebenfalls den Typ Desiro ein, es bestehe aber kein Mangel an Fahrzeugen. Innerhalb der ersten anderthalb Jahre nach Vertragsbeginn sollen die Züge zudem schrittweise mit WLAN, Steckdosen und einem zeitgemäßen Fahrgastinformationssystem ausgestattet werden.   

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