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Sechs neue Grippetote in Sachsen

Die Zahl der Grippekranken hat sich innerhalb einer Woche fast verdoppelt. Einen Anstieg gab es vor allem bei Kindern.

Die  Grippe grassiert in Sachsen.
Die Grippe grassiert in Sachsen. © imago/PhotoAlto

Die Zahl der Grippekranken in Sachsen ist in der dritten Februarwoche um 3 441 gestiegen. Sie hat sich somit fast verdoppelt, wie das sächsische Gesundheitsministerium am Freitag meldete. Seit Saisonbeginn im Oktober sind es bis jetzt knapp 8 000 Erkrankte. 14 Menschen sind daran gestorben, sechs allein in der dritten Februarwoche. Die zwischen 63 und 93 Jahre alten Frauen und Männer kamen aus Chemnitz, Görlitz, Leipzig, Nordsachsen, dem Erzgebirge und dem Vogtland. Erkrankungshäufungen gab es in vielen Kindereinrichtungen und Schulen. Bis zu 40 Kinder waren dort gleichzeitig erkrankt. Die Unter-14-Jährigen bilden mit 34 Prozent in diesem Jahr die zweitgrößte Erkrankungsgruppe. Mehr als die Hälfte der Influenzafälle trat bei 20- bis 64-Jährigen auf. Bundesweit erkrankten seit Oktober knapp 60.000 Menschen, 23.000 kamen allein in der dritten Februarwoche hinzu. 127 Grippekranke sind bis jetzt an der Infektion gestorben.

Eine Impfung wird zwar immer noch empfohlen, doch scheint die Grippewelle auf ihren Höhepunkt zuzusteuern. Bis zum vollständigen Aufbau des Impfschutzes könnte also bereits eine Infektion stattgefunden haben.  

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Eine Impfung schützt aber nicht vor einem grippalen Infekt. Das Robert-Koch-Institut bewertet die Aktivität der Erkältungsviren derzeit deutschlandweit als stark erhöht. Fast alles hustet und niest. Am Erkrankungstempo lassen sich Grippe und Erkältung recht einfach unterscheiden. Während eine Grippe buchstäblich in den Körper schießt und man sich Stunden vorher noch bestens gefühlt hat, kommt der Infekt langsam über Tage mit Halsschmerzen, Schnupfen und Husten, oft auch nur mit erhöhter Temperatur. Die Grippe hingegen zeigt sich durch plötzlich hohes Fieber, starke Kopf- und Gliederschmerzen sowie einen trockenen, quälenden Husten. 

Ursächliche Behandlungen gibt es aber für beide Virusinfektionen nicht. Körperliche Schonung, Bettruhe, viel Flüssigkeit sowie Schmerz- und Fiebermittel können die Symptome lindern. Erkrankte sollten sich von anderen Menschen fernhalten, um die Infektion nicht noch weiter zu verbreiten. (rnw/sw)