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SEEG baut Reihenhäuser

Für mehr als eine Million Euro entstehen an einem Grundstück an der Siebeneichener Straße Zwei- und Vierraumwohnungen.

© Claudia Hübschmann

Von Marcus Herrmann

Meißen. Mit Plänen in der Hand und vielen Ideen im Kopf steht die Geschäftsführerin der Stadtentwicklungs-GmbH Meißen (SEEG) Birgit Richter vor einem alten Haus an der Siebeneichener Straße 45. Noch macht das seit fünf Jahren unbewohnte, grau-braune Gebäude mit der bröckelnden Fassade einen tristen Eindruck.

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Das Haus Siebeneichner Straße 45 wird von der SEEG saniert.
Das Haus Siebeneichner Straße 45 wird von der SEEG saniert. © Claudia Hübschmann

„Aber nicht mehr lange. Demnächst sollte die Baugenehmigung vorliegen. Ab dem Frühjahr möchten wir das Haus komplett sanieren und darin fünf moderne Mietwohnungen errichten“, so Richter. Und damit nicht genug: Auf dem fast 1 000 Quadratmeter großen Grundstück hinter dem Haus soll ebenfalls gebaut werden. Drei Reihenhäuser möchte die SEEG hier neu errichten und jeweils eine Wohnung ebenfalls zur Miete anbieten. Bereits Mitte nächsten Jahres sollen diese bezugsfertig sein. „Das ist für uns insofern spannend, weil wir erstmals selbst einen Neubau planen lassen, durchführen und finanzieren werden“, erklärt Birgit Richter.

Für die Sanierung des Vorderhauses und den Neubau dahinter kalkuliert die Gesellschaft mit Kosten von je 450 000 Euro. Abrissarbeiten und die Neugestaltung der Außenanlagen samt Garten und Parkmöglichkeiten für Autos, kosten noch einmal etwa 300 000 Euro – insgesamt investiert die SEEG also rund 1,2 Millionen Euro. Die Planung teilen sich das Ingenieurbüro Hubert und die Hauswald-Architekten – beide in Meißen ansässig.

Altes muss weg

Bevor Neues entsteht, muss Altes aber erst einmal weichen. Das trifft auf einige größere Bäume, einen vom Vorbesitzer genutzten Schuppen und ein altes Waschhaus zu, die jetzt noch auf dem Grundstück zu finden sind. „Diese werden abgerissen, sobald es das Wetter zulässt. Wenn möglich also schon in den nächsten Wochen“, so Richter. Außerdem werde die Zufahrt zum Grundstück neu gestaltet, auf die Südseite des Haues verlegt und auf etwa fünf Meter Breite vergrößert. Im Vorderhaus sollen vier großzügige Zweiraumwohnungen sowie im zweiten Geschoss eine Familienwohnung mit vier Zimmern auf einer Fläche von 100 Quadratmetern entstehen.

Die SEEG plane mit Mietpreisen von rund sieben Euro für den Quadratmeter. „Das ist für Meißen nicht billig, aber die Wohnungen werden mit Balkon, Wärmedämmung, modernen Bädern, Wohnküche, Brennwert-Zentralheizungen ausgestattet und entsprechen gehobenen Ansprüchen“, erzählt die Geschäftsführerin.

Neue Wohnungen hochwassersicher

Außerdem liege das Erdgeschoss über dem höchsten Hochwasserpegel der Elbe von 2002, die Wohnanlage sei also hochwassersicher. „Und wir erneuern die bereits bestehenden zahlreichen Fenster. Für die neuen Bewohner ergibt sich dadurch ein toller Ausblick mit Sichtbeziehungen zum Elbtal, den Weinbergen und zum Schloss Siebeneichen“, so Richter. In den drei neuen, zweigeschossigen Reihenhäusern, erklärt sie weiter, wird jeweils eine Familienwohnung entstehen – jede etwa 105 Quadratmeter groß und mit eigener Terrasse ausgestattet. Über eine Therme werden die Wohnungen beheizt. Die Mietpreise werden voraussichtlich etwas über den sieben Euro des sanierten Altbaus liegen. „Wenngleich die Grundrisse einfach und praktisch sind, wird die Ausstattung auch hier höherwertig und vor allem komplett neu sein. Alle Mieter werden einen eigenen Stellplatz, einen Garten sowie einen Abstellschuppen nutzen können“, sagt Birgit Richter.

Mit ihrem ersten Neubauprojekt und der Sanierung des Hauses an der Siebeneichener Straße will die SEEG ihr Angebot an junge Familien erweitern. „Dieses Ziel steht auf unserer Agenda. Schließlich wollen wir unseren Beitrag leisten, Familien in Meißen attraktives Wohnen zu ermöglichen.“ Hier habe die SEEG auch einen Auftrag dem steigenden Durchschnittsalter in der Stadt etwas entgegenzusetzen.