merken

Sachsen

Seehofer lobt Leistungen Ostdeutscher

Als Bundesheimatminister ist Horst Seehofer in diesem Jahr auf Deutschlandtour. Als zweite Station hat er sich Brandis in Sachsen ausgesucht.

Horst Seehofer spricht während eines Bürgerdialoges im Rahmen seiner Deutschlandreise mit Brandiser Bürgern im Schloss.
Horst Seehofer spricht während eines Bürgerdialoges im Rahmen seiner Deutschlandreise mit Brandiser Bürgern im Schloss. © Jan Woitas/dpa

Brandis. Bundesheimatminister Horst Seehofer (CSU) hat auf seiner Deutschlandtour die Leistungen der Ostdeutschen gelobt. "Seien Sie stolz, was Sie in 30 Jahren seit der Wiedervereinigung unseres Vaterlandes erreicht haben", sagte Seehofer am Freitag im sächsischen Brandis bei Leipzig. Das 30. Jubiläum der Deutschen Einheit habe er im Übrigen nicht vergessen, "auch wenn es immer wieder behauptet wird", betonte er erneut.

Seehofer war in den vergangenen Tagen in die Kritik geraten, weil der Eindruck entstanden war, er habe das Jubiläum im kommenden Jahr verschlafen. Sein Innenministerium hatte für die Feierlichkeiten erst kürzlich zusätzliche 61 Millionen Euro beantragt. Die Opposition reagierte mit Spott und sprach von einer Peinlichkeit. Seehofer verwahrte sich dagegen.

Anzeige
Gemeinsam allem gewachsen

Die Sparkassen-Versicherung Sachsen ist auch in dieser außergewöhnlichen Situation für ihre Kunden da.

Als Bundesheimatminister will Seehofer alle 16 Bundesländer bereisen und dort vor allem auch mit Bürgern ins Gespräch kommen. Die Station in der Kleinstadt Brandis war nach dem Auftakt in Sachsen-Anhalt die zweite.

Seehofer sagte in Brandis, es gebe für die Politik noch viel zu tun - und zwar in Ost und West. Dazu gebe es die Kommission für gleichwertige Lebensverhältnisse, die für ein Angleichung sorgen solle. Er betonte, dass es nicht um identische Lebensverhältnisse gehe, sondern um gleiche Lebenschancen. Der Bericht der Kommission soll im Sommer fertig sein.

Seehofer (CSU) warb zudem für mehr Bürgerbeteiligung. "Richtige Bürgerbeteiligung befriedet und schafft nicht neue Spaltung", sagte er. (dpa)