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Semperoper wird aufpoliert

Im laufenden Betrieb soll die Semperoper 30 Jahre nach ihrem Wiederaufbau zu altem Glanz zurückkehren. Die Sanierung kostet knapp 130.000 Euro.

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© Robert Michael

Dresden. Im laufenden Betrieb soll die Dresdner Semperoper 30 Jahre nach ihrem Wiederaufbau zu altem Glanz zurückkehren. Bereits seit Mitte Februar laufen im elbseitigen oberen Treppenfoyer die Arbeiten, um Ausmalungen, Stuck und Vergoldungen von Staub und anderen Anhaftungen zu befreien.

Mit einem Schwamm wird die Decke des Foyers auf Vordermann gebracht.
Mit einem Schwamm wird die Decke des Foyers auf Vordermann gebracht. © dpa
Der Sächsische Staatsbetrieb Immobilien- und Baumanagement lässt für knapp 130.000 Euro die bemalte Decke vom Schmutz befreien.
Der Sächsische Staatsbetrieb Immobilien- und Baumanagement lässt für knapp 130.000 Euro die bemalte Decke vom Schmutz befreien. © dpa
Die Arbeiten sollen noch in diesem Jahr abgeschlossen werden.
Die Arbeiten sollen noch in diesem Jahr abgeschlossen werden. © dpa

Ziel sei die Erhaltung des Rekonstruktionszustandes von 1985, sagte Ludwig Coulin, Chef der zuständigen Niederlassung im Staatsbetrieb Immobilien und Baumanagement, am Montag in Dresden. Für die Arbeiten im elbseitigen Vestibül sind knapp 130.000 Euro veranschlagt. Sie sollen noch in diesem Jahr abgeschlossen werden.

In den vergangenen 30 Jahren habe sich eine bis zu einen Zentimeter dicke Staubschicht auf die Wand- und Deckenverzierungen gelegt, viele Farben und Vergoldungen seien dunkler geworden, erklärte Restaurator Hans-Christoph Walther, der schon beim Wiederaufbau der nach ihrem Architekten Gottfried Semper benannten Oper dabei war. „Unter anderem haben wir große Radiergummis, mit denen wir die Reinigung vornehmen“, erklärte er. Dadurch würden nur die Verunreinigungen beseitigt. Um auch an der Decke arbeiten zu können, steht ein Gerüst in dem Foyer.

Der Zustand des Neorenaissancebaus sei sehr gut. „Die Reinigung reicht dann für die nächsten 30 Jahre“, sagte Walther, der die Verzierungen anschließend restauratorisch behandelt. Kleinere Schäden würden ebenfalls beseitigt.

Auch der Semperopernball habe Spuren hinterlassen. „Da müssen wir uns für das nächste Mal etwas überlegen“, sagte Coulin. So müssten Wände und Säulen des Treppenfoyers besser gegen Abstoßungen geschützt werden.

Im kommenden Jahr soll auch der Zuschauerraum der Oper vom Staub der Jahrzehnte befreit werden. Da dies im laufenden Betrieb nicht möglich ist, soll die Spielzeitpause um zwei Wochen verlängert werden. (dpa)