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Senior lässt Abzocker abblitzen

Mit einer Spam-Mail wollten Betrüger an die Kontodaten eines 76-Jährigen. Der machte das einzig Richtige. Und noch mehr war los in der Oberlausitz.

© dpa

Großdubrau.Der Polizei sind in den vergangenen Tagen vermehrt Fälle aus den Landkreisen Bautzen und Görlitz bekannt geworden, bei denen mit betrügerischen E-Mails eine Schadsoftware auf Computer aufgespielt werden sollte, um an sensible Daten zu gelangen. Polizeisprecher Thomas Knaup nennt den Fall eines 76-Jährigen aus Großdubrau: „Der Senior erhielt eine fingierte Mail, die den Anschein erweckte, dass er für mehrere Hundert Euro Ware bei einem Versandhandel bestellte hätte. In dem Anschreiben fand er einen Hinweis, einen ‚Stornierung‘-Button anzuklicken, wenn er die Bestellung nicht durchgeführt habe oder stornieren möchte. Dahinter verbarg sich aber die gemeine Falle.“

Durch das Anklicken der Schaltfläche wurde die Schadsoftware aktiviert, die auch Bankdaten oder Informationen zu Warenkonten unbemerkt weiterleitete. Der Rentner machte das einzig Richtige. Er trennte die Internetverbindung und ließ seinen Computer von einem Fachmann überprüfen. Der Mann informierte ebenso seine Bank über den Vorfall und änderte Passwörter sowie Kontodaten, damit niemand Fremdes Zugriff auf die Daten erlangen kann. Auch die Polizei informierte der 76-Jährige über den Sachverhalt, die strafrechtliche Ermittlungen aufgenommen hat.

Stars im Strampler aus Kamenz
Stars im Strampler aus Kamenz

Auch in der letzten Woche sind Babys auf die Welt gekommen, die im Landkreis Kamenz zu Hause sind.

Um nicht auf die täuschend echt wirkenden Tricks der Gauner hereinzufallen und solchen Ärger von vornherein zu vermeiden, hat Thomas Knaup einige nützliche Hinweise: „Öffnen Sie keine E-Mails, deren Absender Sie nicht vertrauen. Halten Sie Ihre Laptops und Computer auf technisch möglichst neustem Stand und nutzen Sie entsprechende Programme, um sie vor fremdem Zugriff zu schützen. Reagieren Sie nicht auf Rechnungen, wenn Sie davon überzeugt sind, keine Ware bestellt zu haben. Betätigen Sie in keinem Fall bei zweifelhaften E-Mails irgendwelche Schaltflächen. Fragen Sie im Zweifel vorher einen Experten oder Vertrauten. Wenn Sie entsprechende Feststellungen machen, erstellen Sie nach Möglichkeit ein Foto oder Screenshot der Bildschirmoberfläche und wenden Sie sich damit an die Polizei.“

Polizeibericht vom 22. Januar

Doppeltes Pech für Laster-Fahrer

Burkau. Nach der Havarie kam noch weiterer Ärger hinzu. Ein 47-jähriger Fahrer wollte eine DAF-Sattelzugmaschine mit französischen Kennzeichen von Frankreich nach Polen überführen. Am Burkauer Berg platzte in der Nacht zu Freitag der rechte Reifen der gelenkten Achse. Da die Reparatur länger dauerte, sichte die Autobahnpolizei die Pannenstelle bis zum Eintreffen eines Bergedienstes ab. Bei der routinemäßigen Kontrolle stellte sich heraus, dass das Fahrzeug zwar ordentlich versichert wurde, aber für Deutschland keine Zulassung vorhanden war. Wegen Fahrens mit einem nicht zum Verkehr zugelassenen Fahrzeug erwartet den Fahrer nun eine Ordnungswidrigkeitenanzeige.

Mit gefälschtem Führerschein unterwegs

Bautzen. Im Rahmen einer Verkehrskontrolle in der Goethestraße nahmen Polizisten in Bautzen Donnerstagvormittag die Papiere eines 37-jährigen Autofahrers genauer unter die Lupe. Dabei stellten die fest, dass der Führerschein des Mannes gefälscht war. Das Dokument sowie die Fahrzeugschlüssel wurden sichergestellt. Beschuldigte wird sich nun unter anderem wegen Fahrens ohne Fahrerlaubnis verantworten müssen.

Fahndung nach Beutezug durch Pulsnitz

Pulsnitz. Noch unbekannte Täter waren am frühen Freitagmorgen auf Beutezug in Pulsnitz. Zwei Firmen und eine Kindertagesstätte an der Siegesbergstraße wurden Opfer der Einbrecher. Ein Winterdienstmitarbeiter war auf verdächtige Personen aufmerksam geworden und alarmierte die Polizei. Trotz sofort eingeleiteter Fahndungsmaßnahmen konnten die Täter flüchten. Wie sich wenig später herausstellte, war das Fluchtfahrzeug, ein weißer VW-Crafter mit dem Kennzeichen DD-EZ 9354 und einer Aufschrift der Firma SAG, von einem der Tatorte gestohlen worden. Die Polizei fahndet international nach dem VW. An den Tatorten sicherten Kriminaltechniker Spuren. Die Auswertung dieser, der Abgleich mit Hinweisen auf mögliche Täter sowie zu eventuellen Tatzusammenhängen anderer Einbrüche sind Bestandteil der umfangreichen Ermittlungen der Kriminalpolizei.

Fahrverbot für Raser

Burkau. Einen Monat Fahrverbot hat sich am Donnerstagvormittag der Fahrer eines BMW mit polnischem Kennzeichen eingehandelt. Er wurde am Burkauer Berg geblitzt – mit Tempo 149 anstatt der erlaubten 100 Stundenkilometer. Von mehr als 3000 Fahrzeugen kontrollierte die Polizei während viereinhalb Stunden die Geschwindigkeit und wurde 74-mal fündig.

Mit 2,5 Promille Unfall gebaut

Steinigtwolmsdorf. Ein 45-Jährige hat sich am Donnerstagabend in Steinigtwolmsdorf deutlich alkoholisiert hinter das Steuer eines Daewoo gesetzt. Das Auto prallte beim Abbiegen auf der Dresdener Straße gegen eine Grundstückseinfriedung. Eine Streife des Polizeireviers Bautzen bat die Fahrerin zum Atemalkoholtest, mehr als 2,5 Promille waren das Ergebnis. Ein Staatsanwalt ordnete eine Blutentnahme an. Die Polizei hat Ermittlungen wegen Gefährdung des Straßenverkehrs gegen die 45-Jährige eingeleitet.

Kinder mit Quad unterwegs

Kamenz. Ärger hat sich am Donnerstagnachmittag ein 36-jähriger Familienvater eingehandelt. Eine Polizeistreife suchte das Gespräch mit ihm, weil er zwei 11-Jährigen erlaubt hatte, mit seinem Quad umherzufahren. Das ist nicht erlaubt, da das Quad ein führerscheinpflichtiges Fahrzeug ist. Zudem war der Allrader nicht zugelassen und nicht pflichtversichert. Die Polizei ermittelt nun gegen den Mann.

Betrunkener schlägt Haustür ein

Königswartha. Wegen Lärm ist am Donnerstagabend eine Polizeistreife nach Königswartha gerufen worden. Am Kastanienring hatte ein alkoholisierter Mann eine Haustür eingeschlagen. Die Beamten baten den 31-Jährigen zum Alkoholtest: Das Ergebnis betrug umgerechnet mehr als 1,6 Promille. Da der Beschuldigte bereits wegen anderer Delikte erkennungsdienstlich behandelt werden sollte, nahmen ihn die Beamten mit zum Revier. An der Haustür ist ein Schaden von etwa 2000 Euro entstanden, die Kriminalpolizei geht der Sachbeschädigung nach.

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