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Senior um 60 000 Euro betrogen

In fünf Raten hatte der 88-Jährige angebliche Anwaltskosten bar per Post nach Belgien geschickt.

© dpa

Bad Schandau. Ein 88-jähriger Mann aus Bad Schandau ist Opfer von Betrügern geworden. Innerhalb von drei Wochen verlor er über 60 000 Euro.

Im Juni und Juli schickte der Senior insgesamt fünf Päckchen mit Bargeldbeträgen zwischen 6 000 und 27 000 Euro an eine Adresse in Belgien. Bei den Beträgen handelt es sich um angebliche Anwaltsgebühren, die er zu leisten hat, um ein Strafverfahren gegen ihn abzuwenden. Ihm wurde vorgeworfen, er habe an Gewinnspielen teilgenommen, diese gekündigt und damit einen Schaden von 298 000 Euro verursacht. Der Senior zahlte, um einem Gerichtsverfahren zu entgehen. Mitte des Monats erstattete er nun Anzeige im Polizeirevier Sebnitz.

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Der Bargeldversand per Post ist bisher eine Seltenheit bei Betrugsversuchen, schreibt die Polizei. In der Vergangenheit war Geld per Überweisung gefordert worden. Doch handelte es sich um höhere Beträge ins Ausland, hatten Bankmitarbeiter das oft hinterfragt und damit Betrugsversuche vereitelt. Die Ermittler gehen daher davon aus, dass das Risiko, mit dem Betrug aufzufliegen, mit der neuen Masche der Forderung nach Bargeld verringert werden soll.

Polizeibericht vom Mittwoch

Lkw-Fahrer bei Unfall leicht verletzt

Bannewitz. Ein Lkw MAN (Fahrer 61) fuhr am Dienstagvormittag auf der S 191 N in Welschhufe und wollte an der Kreuzung B 170/Horkenstraße nach links in Richtung Dippoldiswalde abbiegen. Dabei stieß er mit einem entgegenkommenden Lkw Iveco (Fahrer 48) zusammen. Der 48-Jährige wurde bei dem Zusammenstoß leicht verletzt. An den beiden Fahrzeugen entstand ein Sachschaden von insgesamt rund 10000 Euro.

Unfallzeugen gesucht

Neustadt. Ein unbekanntes Fahrzeug beschädigte am Dienstagmorgen einen silbergrauen Toyota Yaris auf dem Kaufland-Parkplatz an der Wilhelm-Kaulisch-Straße. Dabei wurde die rechte Fahrzeugseite des Toyota in Mitleidenschaft gezogen. Der Schadenverursacher entfernte sich unerlaubt von der Unfallstelle. Die Polizei fragt: Wer hat den Unfall beobachtet? Wer kann Angaben zu dem unbekannten Schadensverursacher machen? Hinweise bitte an das Polizeirevier Sebnitz, Telefon 035971 850, oder die Polizeidirektion Dresden unter 0351 483 22 33.

Parkplatzrempler

Dippoldiswalde. Ein unbekanntes rotes Fahrzeug war am 19. September mittags auf dem Diska-Parkplatz an der Rabenauer Straße gegen einen silbergrauen VW Golf gestoßen und hatte dessen vordere linke Fahrzeugseite beschädigt. Dabei entstand Sachschaden von rund 1000 Euro. Der Unbekannte entfernte sich unerlaubt von der Unfallstelle. Die Polizei bittet zur Aufklärung um Hinweise. Wer hat den Zusammenstoß beobachtet? Wer kann Angaben zu dem unbekannten Schadensverursacher machen? Hinweise bitte an das Polizeirevier Dippoldiswalde oder die Dresdner Polizei unter 0351 483 22 33. (ir)

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Die Dresdner Polizei hat die Ermittlungen zu dem aktuellen Fall aufgenommen und gleichzeitig die belgischen Kollegen um Unterstützung gebeten.

Die Polizei rät: Seriöse Anwälte werden Schadensansprüche niemals telefonisch einfordern! Versenden Sie keine Bargeldbeträge mit der Post. Auch dies werden seriöse Anwälte niemals von Ihnen verlangen. Lassen Sie sich nicht unter Druck setzen! Legen Sie ein gesundes Misstrauen an den Tag! Ziehen Sie im Zweifel Vertrauenspersonen hinzu. Leisten Sie keine vorschnellen Zahlungen! (szo)

Was die Polizei sonst noch vermeldet, lesen Sie im Anhang.