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Seniorenhaus erhält Auszeichnung

Einst Gericht, Schenke und Fleischerei – seit 2014 gibt es hier 34 Plätze für pflegebedürftige Menschen.

© Uwe Soeder

Wilthen. Eine Auszeichnung hat jetzt die Inhaberin und Betreiberin des Wilthener Seniorenhauses bekommen. Der örtliche Kultur- und Kunstverein ehrte Peggy Macher für die vorbildliche Erhaltung und Gestaltung des Gebäudes, das im Oberland als ehemalige DRK-Schule bekannt ist. Die Bautzenerin hat es 2013 gekauft und zum Seniorenwohnhaus umgebaut. „Dabei wurde das Erscheinungsbild des ortsgeschichtlich bedeutenden und ortsbildprägenden Gebäudes erhalten“, begründete Daniela Dietrich vom Kultur- und Kunstverein die Auszeichnung. Nicht nur die äußere Gebäudeform blieb unverändert, auch viele Gestaltungselemente im Inneren wurden bewahrt, zum Beispiel eine geschwungene Treppe vom unteren ins Obergeschoss sowie ein großer Deckenleuchter.

Das Haus An der Aue 2 ist über 400 Jahre alt. Es wurde als Gerichtsgebäude gebaut, diente auch als Schenke und Fleischerei. 1906 erfolgte der Anbau eines Tanzsaales. Das eigentliche Erbgericht wurde später abgerissen und durch ein neues Gebäude ersetzt. Nach dem Zweiten Weltkrieg waren Vertriebene darin untergebracht. Anschließend diente es als Zentralschule des DRK, bis das Deutsche Rote Kreuz 2010 auszog. Nachdem das Gebäude drei Jahre leer gestanden hatte, eröffnete Peggy Macher im Sommer 2014 ihr Seniorenhaus. Das Pflegeheim bietet 34 Plätze in acht Doppel- und 18 Einzelzimmern. (SZ/ks)

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