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SGD distanziert sich von Randalierern

Der Verein hat noch am Freitagabend mit der Aufarbeitung der gravierenden Vorkommnisse in Bielefeld begonnen. Derweil fordert Arminia-Geschäftsführer Uhlig harte Maßnahmen gegen Dynamo.

© dpa

Dresden/Bielefeld. Fußball-Zweitligist Dynamo Dresden hat sich nach den schweren Ausschreitungen rund um die Partie bei Arminia Bielefeld entschuldigt und sich von den Gewalttätern distanziert. Wie Cheftrainer Olaf Janßen seien die Spieler und der gesamte Verein über die Vorkommnisse am Freitagabend zutiefst beschämt.

„Das Ausmaß an Gewalt macht uns fassungslos. Wieder haben in schwarz-gelb auftretende Gewalttäter dafür gesorgt, dass wir als Dynamo mit Krawallen, Ausschreitungen, Diebstahl und sogar schwerer Körperverletzung in Verbindung gebracht werden. Um es ganz klar zu sagen: Das sind keine Fans von Dynamo! Das sind Kriminelle, die Angst und Schrecken verbreiten“, erklärte Dynamos Geschäftsführer Christian Müller am Samstag in einer Mitteilung.

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Zeitnahe Konsequenzen

Der Verein hat noch am Freitagabend mit der Aufarbeitung der gravierenden Vorkommnisse begonnen. Gemeinsam mit Vertretern der Fanszene, den Sicherheits- und Fanbeauftragten sowie den Polizeibehörden in Bielefeld wollen die Dynamo-Verantwortlichen die Vorgänge analysieren, um zeitnah Konsequenzen ziehen zu können.

Dresdner Anhänger hatten rund um die Partie in Bielefeld (1:1) randaliert und dabei 17 Polizeibeamte verletzt. Die Polizei erstattete 22 Strafanzeigen. „Unsere Genesungswünsche gelten den Verletzten. Sie und alle anderen Gewaltopfer möchte ich im Namen des Vereins um Entschuldigung bitten“, meinte Müller.

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Unterdessen hat Arminia-Geschäftsführer Marcus Uhlig harte Maßnahmen gegen Dynamo Dresden gefordert. „Nach den Vorfällen sollten Überlegungen stattfinden, ob Dresden nicht auch aus dem Ligabetrieb ausgeschlossen werden sollte“, sagte Uhlig der „Neuen Westfälischen Zeitung“ (Samstag-Ausgabe). (dpa)