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Shishabar-Bilder überpinselt

Orientalische Malerei nur von kurzer Dauer: Erst schließt die Zittauer Bar, jetzt sind die Wandbilder mit den Wasserpfeifen weg.

© Matthias Weber

Von Mario Heinke

Zittau. Die orientalischen Wandbilder an der historischen Fassade des denkmalgeschützten Hauses in der Schulstraße 5 sind überstrichen worden. Die Stadtverwaltung habe den Inhaber nach der Schließung des Lokals aufgefordert, die Wandbilder wieder zu entfernen, erklärte Wirtschaftförderin Gloria Heymann auf Anfrage der SZ.

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Im Januar eröffnete der Syrer Omar Elmuhamad, der auch den syrirschen Lebensmittelladen in der Brüderstraße betreibt, eine „Syrische ShishaBar“. In der Bevölkerung sorgte die Werbung mit den zwei Wandbildern für kontroverse Diskussionen. Fakt ist, der Barbetreiber hatte weder bei der Stadtverwaltung noch bei der Unteren Denkmalschutzbehörde des Landkreises eine Genehmigung für die Malerei eingeholt, obwohl das Gebäude ein Kulturdenkmal gemäß Sächsischen Denkmalschutzgesetzes ist. Laut des Gesetzes darf ein Kulturdenkmal nur mit Genehmigung der Denkmalschutzbehörde mit An- und Aufbauten, Aufschriften oder Werbeeinrichtungen versehen werden.

Seit Anfang März steht das Lokal wieder leer. In den vergangenen Jahren befand sich eine „Hai Phong Bar“ in den Räumen. Die Immobilie gehört nach SZ-Informationen vietnamesischstämmigen Mitbürgern. Der Fall mit der illegalen Werbung sorgte auch deshalb für Aufregung, weil die Behörden der Stadt die Gestaltungssatzung ansonsten sehr restriktiv auslegen und Verstöße konsequent ahnden, um das historische Erscheinungsbild und die mittelalterliche Stadtstruktur zu erhalten.