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Shoppen rund um die Uhr

Das ist laut Umfragen einer der Hauptgründe für den Online-Einkauf. Aber es gibt noch zahlreiche weitere Vorlieben der Kunden.

© Foto: Atstock Productions - stock.adobe.com

Einkaufen zu jeder Tages- und Nachtzeit: Mehr als drei von vier Befragten (77 Prozent) nennen das als wichtigsten Vorteil beim Online-Kauf, so eine Studie des Branchenverbands Bitkom e.V. Danach folgen die Lieferung nach Hause und Zeitersparnis. Viele Käufer schätzen die größere Produktauswahl und das umfangreichere Angebot im Internet. Produkte, die es im stationären Handel fast gar nicht oder nur sehr schwer zu bekommen gibt, sind für mehr als die Hälfte der Befragten ein Grund fürs Online-Shopping. Rund die Hälfte der Befragten empfindet die Preise im Internet günstiger als im stationären Handel. Kundenbewertungen und Ratings zum Wunschprodukt sehen 50 Prozent als Vorteil an. Und jeder vierte Online-Käufer beruft sich auf die fehlen-E den stationären Einkaufsalternativen in der Nähe seines Wohnortes. Das betrifft insbesondere die Bewohner von ländlichen Regionen. Die Möglichkeit des An- und Ausprobierens oder der persönlichen Beratung im Geschäft vermissen die befragten Online-Kunden allerdings, ebenso den „Wohlfühlfaktor.“

Innenstadthandel in Gefahr?

Den Geschäften selbst machte 2020 natürlich Corona zu schaffen. Eine aktuelle Umfrage des Handelsverbands Deutschland(HDE) unter mehr als 700 Händlern Anfang Januar zeigt, dass sich knapp zwei Drittel der Innenstadthändler in Existenzgefahrsehen. Im gesamten Jahr 2020 waren es rund 36 Milliarden Euro Verluste. Inder Folge sieht der HDE den Einzelhandel vor einer Insolvenzwelle. Obwohl natürlich etliche der Weihnachtsgeschenke vor einigen Wochen online gekauft wurden, haben viele lokale Händler bereits im vergangenen Jahr reagiert und bieten seit den Corona-bedingten Schließungen ihrer Geschäfte auch den Online-Verkauf ihrer Waren an. Entweder per Post verschickt oder zum Teil auch selbst ausgeliefert. Die Händler lassen sich Einiges einfallen. Bei Lockdown-Lockerungen können die eingekauften Waren bestimmt auch wieder online bestellt und nach Terminabsprache lokal abgeholt werden. Wer also den lokalen Einzelhandel unterstützen will, sollte sich darüber informieren, ob sein Lieblingsladen auch im Internet verkauft. Das wünschen sich nach einer Umfrage des Digitalverbandes Bitkom e.V. übrigens zwei Drittel der Befragten einer Studie, die im Dezember veröffentlicht wurde. „Die Menschen in Deutschland wollen ihre Lieblingsläden gern unterstützen. Um krisenfest und langfristig erfolgreich zu sein, benötigen Händler zwei Standbeine: vor Ort und im Netz“, sagt Bitkom-Hauptgeschäftsführer Dr. Bernhard Rohleder.

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So klappt der Online-Kauf

Für einen reibungslosen Einkauf im Internet gibt es einiges zu beachten. Anbieterkennzeichnung und Gütesiegel helfen beim „safer shopping“.

Bei seriösen Online-Shops ist jederzeit der Zugriff auf die zum Zeitpunkt des Vertragsabschlusses gültigen AGB möglich. Außerdem unter anderem die Angaben zu Preisen, sonstigen Kosten, Fristen oder Zahlungsbedingungen. Online-Shops sind dazu verpflichtet, auf ihrer Internetseite unter anderem den Firmennamen, die geografische Adresse und eine E-Mail-Adresse ständig verfügbar zu halten. Gegebenenfalls ist auch eine Telefonnummer anzugeben. Handelt es sich um eine GmbH, muss außerdem der Vertretungsberechtigte angegeben sein. Genannt werden muss gegebenenfalls auch die Umsatzsteueridentifikationsnummer sowie das Handelsregister, in das sie eingetragen ist. Die genannten Angaben müssen auf den Internetseiten leicht erkennbar und immer unmittelbar erreichbar sein. In der Regel sind sie über Links wie Impressum, Kontakt oder „Über uns“ auffindbar. Gibt es in einem Online-Shop keine Adresse oder nur eine Postfachadresse, sollte man misstrauisch sein und von einer Bestellung besser Abstand nehmen.

Helfen beim sicheren Einkauf können Gütesiegel. Ob ein solches Siegel von einem Online-Shop rechtmäßig verwendet wird, können Sie durch einen Mausklick auf das Siegelemblem überprüfen. Dann sollte das gültige Prüfzertifikatangezeigt werden. Dabei gehört Trusted Shops Gütesiegel zu den bekanntesten Zertifikaten. Trusted Shops zertifiziert Reisebüros, Händler und viele weitere Online-Dienste. Ebenso verleiht der TÜV SÜD das [email protected] Gütesiegel seit 2001 an alle sicheren Online-Shops. Hinter dem Gütesiegel „Geprüfter Online-Shop“ steckt das Handelsinstitut EHI mit vielen zertifizierten Online-Shops. Dort spielt neben der Sicherheit auch die Verbraucherfreundlichkeit eine entscheidende Rolle. Das ips Gütesiegel steht für „internet privacy standards." Das Hauptaugenmerk bei der Zertifizierung liegt klar im Bereich Datenschutz.

Sicher einkaufen im Netz

Die Sicherheit beim Online-Shopping hängt vor allem von den verwendeten Anmeldedaten, und dort von einem möglichst starken Passwort ab.

Um auf dieses Thema hinzuweisen, finden jeweils im Februar der „Ändere-Dein-Passwort-Tag“ sowie der „Safer-Internet-Day“ statt. Dieser Aktionstag hat sich als wichtiger Bestandteil im Kalender all derjenigen etabliert, die sich für Online-Sicherheit und ein besseres Internet für Kinder und Jugendliche engagieren. Seit 2012 gibt’s am 1. Februar den „Ändere dein Passwort“-Tag (Change your Password-Day). Er soll die Internetnutzer jährlich daran erinnern, dass es nicht nur wichtig ist, sichere Passwörter zu verwenden, sondern diese auch regelmäßig zu ändern. „Ziel des Aktionstages ist es, das Bewusstsein bei Verbrauchern für Passwortsicherheit zu verbessern“, heißt es bei der Initiative Deutschland sicher im Netz (DsiN). Jeder Bundesbürger verfüge im Durchschnitt über 78 Onlinekonten. Damit werde auch der häufige Wechsel der Passwörter in der Praxis immer komplizierter. „Viele Verbraucher fühlen sich mit der häufigen Änderung komplexer Passwörter überfordert“ erklärt DsiN-Geschäftsführer Dr. Michael Littger.

So gehören „123456“und „password“ zu den meistgenutzten Passwörtern. Zwar kennen laut DsiN-Sicherheitsindex 98 Prozent der Internetnutzer in Deutschland die Vorteile eines starken Passworts. Über ein Drittel von ihnen verzichtet jedoch auf einen starken Passwortschutz. „Es geht um den bewussten Umgang mit Login-Daten. Neue Zugangstechnologien erleichtern heute vielfach den Schutz von Onlinekonten.“ Für DsiN stehen künftig technische Lösungen wie die Online-Authentifizierung mit zwei Faktoren im Fokus. Der Zugang zum Onlinekontoerfolgt dabei wie bei einem Schloss mit zwei Schlüsseln. Das Handy, ein USB-Stick oder der Daumenabdruck werden zum zweiten Faktor. „Ein sicheres Passwort ist die erste Verteidigungslinie. Technische Lösungen wie Passwortmanager oder die Zweifaktor-Authentifizierung schützen Konten zusätzlich.“

Vier Tipps:

  • Zweifaktor-Authentifizierung: Viele Anbieter bieten neben dem Passwort einen zweiten Faktor für den Zugang an. Dazuzählen SMS-Code per Telefon oder ein USB-Stick.
  • Merksatzmethode: von einem Satzwerden Anfangsbuchstaben und Satzzeichengenommen. Beispiel: „Bedecke deinen Himmel, Zeus, mit Wolkendunst!“ Das ergibt das Passwort „BdH,Z,mW!“. Je individueller, desto sicherer.
  • DsiN-Passwortkarte: Mithilfe eines Koordinatensystems können individuelle Passwörter erstellt werden.
  • Passwortmanager: speichert Login-Daten verschlüsselt ab und ist nur mit einem Master-Passwort zugänglich.

10 Tipps für Online-Auktionen:

Auktionshäuser wie eBay erfreuen sich großer Beliebtheit. Kaufen und Verkaufen, Aussortieren, Platz schaffen und Neues erwerben: Wer Waren im Internet ersteigert, muss aber auf noch mehr Dinge achten als beim „üblichen“ Online-Einkauf:

  • Die Bewertungen von Verkäufern sollten vor Gebotsabgabe geprüft werden. Bevorzugte Auktionen sind die, bei denen die Homepage oder zumindest die Adresse des Anbieters bekannt ist.
  • Die Produktdaten genau überprüfen und im Zweifelsfall nachfragen. Bei höherwertigen Produkten oder Neuwaren kann auch ein Herkunftsnachweis oder Belege über den Kauf erbeten werden.
  • Im betreffenden Bereich auf der Internetseite über die Sicherheitsmaßnahmen des Auktionsanbieters informieren, vor allem, wie Betrüger ferngehalten werden sollen.
  • Vor dem Bezahlen überprüfen, ob man die Adressdaten des Verkäufers erhalten hat.
  • Bei der Überweisung darauf achten, dass Verkäufer und Kontoinhaber identisch sind und Auslandsüberweisungen vermeiden.
  • Bei höherwertigen Gütern – falls möglich – den Treuhandservice der Auktionsanbieter nutzen.
  • Vorsichtig sein ist angebracht, wenn ein (vermeintlicher) Verkäufer nach Abschluss einer Auktion eine Ware direkt verkaufen will.
  • Wenn ein Verkäufer verdächtig erscheint, dies dem Auktionsanbieter melden. An die Polizei wenden sollte man sich, wenn man um Geld betrogen wurde oder beim Verdacht, dass es sich bei erworbener Ware um Diebesgut handelt. Sonst macht man sich möglicherweise der Hehlerei strafbar.
  • Alarmiert sein sollte man immer, wenn ein Verkäufer überreden will, ihm Geld über einen anderen Zahlungsweg als den vom Auktionshausübermittelten zu schicken.
  • Aufforderungen, eine Kopie des Personalausweises einzureichen, sollte man grundsätzlich nicht nachkommen. Dies gilt für Käufer und Verkäufer.
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