merken

Sie bleiben beisammen

Der HC Elbflorenz baut auch in der neuen Saison größtenteils auf seine alte Mannschaft.

© Ronald Bonß

Von Maik Schwert

Never change a winning team – getreu diesem Motto reißt der HC Elbflorenz seine eingespielte Mannschaft nicht auseinander, sondern behält die meisten Handballer für die nächste Saison in der 2. Bundesliga. Das steht bereits vor dem letzten Spieltag in dieser Serie am Sonnabend fest. Dann gastieren die Dresdner in Emsdetten. Die SZ gibt einen Überblick über den personellen und vertraglichen Stand der Dinge.

TOP Veranstaltungen
TOP Veranstaltungen
TOP Veranstaltungen

Was ist los in Sachsen und Umland? Wo gibt es was zu erleben? Unsere Top-Veranstaltungen der Woche!

Torgarant für den Rückraum kommt

Marc Pechstein ist bisher der einzige Neuzugang beim HC Elbflorenz. Er wechselt nach dieser Saison vom Liga-Konkurrenten EHV Aue nach Dresden. Der gebürtige Leisniger bekommt einen Vertrag bis 2020 und ist genau der Spielertyp, der im Rückraum bisher fehlt. „Er ist beständig einer der besten Torschützen seines Teams und defensiv variabel einsetzbar“, sagt Trainer Christian Pöhler, der bis 2019 bleibt.

Die meisten Profis bleiben

Ansonsten sollen es auch in der nächsten Saison aus dem Rückraum die Spieler richten, die da sind und immer mal wieder ausgezeichnete Spiele abliefern – so wie Gabriel De Santis am Sonnabend beim 23:23 im letzten Heimspiel gegen Nordhorn-Lingen als erfolgreichster Werfer mit sechs Treffern. Sein Vertrag gilt genauso bis 2019 wie der von Sebastian Greß, der zu den Führungsfiguren gehört, Adrian Kammlodt und Nils Kretschmer, der seinem Team seit Ende April fehlt. Er musste sich am Bauch operieren lassen und ist zum Vorbereitungsstart auf die neue Saison wieder fit. Der Vertrag von Winterneuzugang Gabor Pulay läuft bis 2020.

Auf der Kreativposition in der Mitte ist der HC Elbflorenz bereits doppelt gut besetzt. Der Vertrag von Regisseur Roman Becvar läuft bis 2019. „Er ist ein erstklassiger Profi auf und neben dem Platz“, sagt Pöhler. „Er passt auch von seiner Mentalität her perfekt zu uns, macht unser Spiel schneller und variabler, ist mit seiner Erfahrung und teils spektakulären Spielweise ein wichtiger Faktor für uns.“ Spielmacher Arseniy Buschmann, der zu den Leistungsträgern zählt, verlängerte bis 2020.

Die Linksaußen Julius Dierberg und Tim-Philip Jurgeleit bleiben bis 2019. „Wir ergänzen uns gut“, sagt Dierberg, in dieser Saison bester Dresdner Torschütze und am Sonnabend auch wieder sechsmal erfolgreich, darunter viermal per Siebenmeter. „Ich bin sehr froh über meine Spielanteile, und wir können stolz auf unsere erste Saison in der zweiten Liga sein. Wir haben den Klassenerhalt früh geschafft und gehen sorgenfrei ins letzte Spiel. Das war nicht so zu erwarten.“ Tom Hartmann bleibt bis 2020.

Bei Rechtsaußen Robin Hoffmann wechseln sich Licht und Schatten ab. Sein Vertrag läuft bis 2019. Nils Gugisch bleibt bis 2020. Er galt bis zum Kreuzbandriss im November als die Überraschung der Saison.

Auch am Kreis ist der HC Elbflorenz doppelt gut besetzt – mit Norman Flödl und Henning Quade, deren Verträge bis 2019 gelten. Allerdings fehlt Führungsfigur Quade seiner Mannschaft seit Anfang Mai. Er musste sich am Knie operieren lassen.

Und im Tor wechseln sich Leistungsträger Hendrik Halfmann, der bis 2019 bleibt, und Kapitän Mario Huhnstock, dessen Vertrag bis 2020 läuft, auch in der nächsten Saison ab.

Drei Spieler gehen

Torhüter Marcel Balster, der sich am Sonnabend gleich mehrfach auszeichnen konnte, hört auf. Rechtsaußen René Boese bleibt dem Klub für die zweite Mannschaft in der Mitteldeutschen Oberliga erhalten. Der linke Rückraumspieler Daniel Zele, der wie Boese gegen Nordhorn-Lingen einmal traf, geht zum Liga-Rivalen Dessau-Roßlauer HV. „Ich freue mich aufs Wiedersehen in der nächsten Saison“, sagt er.