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Leben und Stil

Sieben Schlafmythen im Expertencheck

Gut schlafen mit einem Glas Wein, schlecht schlafen bei Vollmond – was ist da dran?

Wer in der Woche ein Schlafdefizit aufbaut, kann dies mit mehr Schlaf am Wochenende wieder ausgleichen und so gesundheitliche Nachteile verhindern. © dpa/Friso Gentsch

1. Acht Stunden Schlaf sind optimal.

Falsch! Menschen brauchen unterschiedlich viel Schlaf. Normal ist alles zwischen fünf und acht Stunden. Mediziner unterscheiden zwischen Kurz- und Langschläfern.

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2. Alkohol ist ein gutes Schlafmittel.

Falsch! Nach einem Glas Wein schläft man zwar schneller ein. Aber der Alkohol stört den natürlichen Verlauf von Tiefschlaf- und Traumphasen. Der Schlaf ist damit weniger erholsam. Außerdem behindert er die Atmung und kann zu lautem Schnarchen und schlimmstenfalls zu Atemaussetzern führen. Experten raten stattdessen zu einem Glas warmer Milch mit Honig für besseres Einschlafen.

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3. Wer nachts schlecht schläft, sollte Mittagsschlaf halten.

Das Gegenteil ist der Fall. Bei Schlafstörungen sollte man Tag sehr aktiv verbringen und erst ins Bett gehen, wenn man wirklich ist. Intensiver Sport am Abend kann das Einschlafen aber behindern. Besser ist ein gemütlicher Spaziergang.

4. Bei Problemen mal drüber schlafen.

Keine gute Idee. Wer am Tage einen bösen Streit hatte oder etwas Schlimmes erlebt hat, sollte die Gedanken möglichst nicht mit ins Bett nehmen. Denn dann kann sich das negative Gefühl zur Erinnerung verfestigen.

5. Fehlenden Schlaf kann man nachholen.

Das funktioniert tatsächlich, hat eine schwedische Studie nachgewiesen. Wer in der Woche ein Schlafdefizit aufbaut, kann dies mit mehr Schlaf am Wochenende wieder ausgleichen und so gesundheitliche Nachteile verhindern.

6. Zu viel Schlaf ist ungesund.

So gesund das Schlafen ist – gesünder wird man nicht, wenn man es mehr als nötig tut. Denn nach sieben bis acht Stunden hat der Körper den Regenerationsprozess beendet, ein Tiefschlaf ist danach nicht mehr möglich. Deshalb besser aufstehen und den Tag nutzen.

7. Vollmond raubt uns den Schlaf.

Richtig, werden jene sagen, die das an sich bereits beobachtet haben. Aber vielleicht trifft das auch bei Halbmond zu? Die allermeisten Wissenschaftler konnten bisher jedenfalls noch keinen Nachweis für den Einfluss des Himmelskörpers auf unseren Schlaf nachweisen.