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Silja wechselt zu RB Leipzig

Dafür geht sie ab dem nächsten Schuljahr sogar auf ein Internat. Mit ihrer Mannschaft konnte sie bereits jetzt große Siege erzielen.

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© André Braun

Von Eric Mittmann

Ostrau. Aktuell trainiert sie noch zweimal in Leipzig, sowie beim BSG Stahl Riesa. Ab dem neuen Schuljahr soll das jedoch anders sein. Dann wechselt die zwölfjährige Silja Bäßler auf die Leipziger Sportoberschule, um künftig ausschließlich für die Roten Bullen zu kicken. „Am Freitag haben wir den Bescheid erhalten, dass sie genommen wurde“, sagt Siljas Mutter Sandy.

Die Liebe zum Fußball entdeckte Silja in der zweiten Klasse. Zuvor hatte sie sich im Turmspringen versucht. Auch dort konnte sie zwar überzeugen, verlor jedoch irgendwann die Lust an der Sportart. Mutter Sandy, die bis vor einigen Jahren selbst aktive Fußballerin war, brachte dann den Fußball ins Spiel. Seitdem feiert Silja einen Erfolg nach dem anderen.

Im vergangenen Jahr wechselte sie zu Rasenball Leipzig, ihrem absoluten Wunschverein. In diesem Jahr wurde Siljas Mannschaft Meister der Kreisoberliga Leipzig, Pokalsieger und gewann am Samstag die Landesmeisterschaften gegen Teams aus Aue, Chemnitz und Dresden. Im Hallenfußball erlangte sie den zweiten Platz. Darüber hinaus nahm Silja am Himmelfahrtswochenende als Teil der Landesauswahl an einem U14-Turnier in Duisburg teil. „Dort haben DFB-Trainer sogar für die Nationalmannschaft gesichtet“, erzählt die Fußballerin stolz.

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Sowohl im Pokal als auch bei der Landesmeisterschaft spielte Siljas Team, eine reine Mädchenmannschaft, meist gegen Jungs aus der C-Jugend. Silja selbst ist dafür eigentlich zu jung. „Ein paar der Spiele haben wir trotzdem mit zehn zu null gewonnen“, kontert sie darauf gelassen.

Das erste Spiel in der Halle lief allerdings nicht wie erhofft. Silja überdehnte sich die Achillessehne, sollte sechs Wochen pausieren. „Nach vier Wochen hat sie schon wieder einen Ball jongliert“, sagt Mutter Sandy.

Zwar wisse sie noch nicht, mit wem sie sich künftig ein Zimmer teilt, dennoch freut sich Silja bereits auf den Beginn des neuen Schuljahres. Die Oberschule sei komplett neu gebaut worden, schwärmt sie. Mutter Sandy mahnt jedoch: „Die Sportschule hat sich sowohl aufgrund ihrer sportlichen als auch ihrer schulischen Leistungen sowie ihres guten Verhaltens für Silja entschieden.“ Denn dass bei all dem Sport die Schule nicht zu kurz kommt, darauf achten Siljas Eltern sehr.

Ohnehin habe Sandy Bäßler nicht gedacht, dass ihre Tochter es soweit schafft. „Es gab drei Plätze an der Oberschule, sowie drei weitere am Sportgymnasium. Darauf hatten sich 17 Mädchen beworben, von denen wiederum zehn das Auswahlverfahren bestanden. Ich sage mal, unsere Chancen standen etwa Fifty-fifty“, so Sandy Bäßler.

Bis zum 15. Juni läuft nun noch das Training für Silja. Dann sind erst einmal vier bis fünf Wochen Pause angesetzt. Eine willkommene Abwechslung für die Familie, die aufgrund von Siljas Trainingseinheiten fast jeden Tag unterwegs ist. Auch deswegen freuen sie sich, dass es nun mit dem Internat geklappt hat.