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Simmel will Brache am Hauptbahnhof

Seit knapp einem Jahr soll das Angebot bei der Stadt vorliegen. Das könnte auch den neuen Busbahnhof beeinflussen.

© Norbert Neumann

Von Annechristin Bonß

Nur wenige Wochen nach der Eröffnung des Einkaufszentrums am ehemaligen DVB-Hochhaus am Albertplatz hat Investor Peter Simmel schon das nächste Objekt im Blick. Bereits im Frühjahr vergangenen Jahres soll er der Stadtverwaltung ein Angebot gemacht haben. Das berichtet die Dresdner Morgenpost in ihrer Ausgabe vom Dienstag. Demnach will der Unternehmer aus Bayern eine der letzten Brachen nördlich des Hauptbahnhofes kaufen.

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Konkret geht es um die Fläche, die direkt an die Einfahrt zum Tunnel unter der Wiener Straße grenzt, also zwischen Ammonstraße und Schienen liegt. Knapp einen Hektar groß soll die Fläche sein, auf der derzeit einige Bäume stehen und sonst nur Wiese ist. Am östlichen Teil ist zudem ein Stück der Fläche betoniert.

Um dieses Stück könnte es sich handeln, für das Peter Simmel nun sein Angebot abgegeben hat. Dresdens Bürgermeister Raoul Schmidt-Lamontain (Grüne) verweist auf Nachfrage auf einen gültigen Bebauungsplan für die Fläche. Demnach könnten hier zwei Neubauten entstehen. Zudem ist auf dem Areal auch Platz für den neuen Busbahnhof ZOB vorgesehen. Der soll westlich der möglichen Neubauten angelegt werden. Die Zufahrt ist von der Budapester Straße geplant.

Schmidt-Lamontain sieht einer Bebauung durch Investor Simmel durchaus positiv entgegen. Bahnhof und Neubauten könnten sich positiv beeinflussen, teilt der Baubürgermeister mit. Auch Finanzbürgermeister Hartmut Vorjohann (CDU) würde sich freuen. „Das Grundstück war auch vor dem Krieg bebaut und sollte aus städteplanerischen Gründen schon immer wieder bebaut werden“, sagt er. Der Verkaufserlös würde in den städtischen Haushalt fließen.

Doch ob es überhaupt dazu kommt, dazu schweigen Stadt und Investor derzeit noch. Peter Simmel war am Dienstag nicht erreichbar. Nachfragen per E-Mail blieben unbeantwortet. Das Interesse ist groß, bestätigt Sven Schirmer, der für den Investor die Pressearbeit für das Objekt am Albertplatz übernommen hatte. Zum Vorhaben am Hauptbahnhof kann er nichts sagen. Und auch die Stadt schweigt derzeit zum Verlauf der Gespräche.