merken

Singen für die Kirche

Als nächstes sollen der Putz und einige Fenster des Gotteshauses erneuert werden. Dafür braucht die Kirchgemeinde Geld.

© André Braun

Von Andrea Funke

Anzeige
Symbolbild Anzeige

Damit es nicht zu spät ist

Damit Ihnen auch in Gefahrensituationen das Bremsen gelingt. Auf Volkswagen Original Bremsen können Sie sich verlassen.

Grünlichtenberg/ Waldheim. Die Göthel-Orgel erklingt dank der Restaurierung im vergangenen Jahr in ihrer alten Schönheit in der Grünlichtenberger Kirche. „Wir fahren auch in diesem Jahr mit den Restaurierungsarbeiten in unserer Kirche fort. Die Hälfte der großen Kirchenfenster muss erneuert werden, und auch der Außenputz ist dran“, berichtet Kirchenvorstandsvorsitzender Michael Kreskowsky.

Im Mai soll mit dem Abschlagen des Außenputzes begonnen werden. Obwohl dies 1988 schon schon einmal geschah, werden nun größere Schäden sichtbar. Der ursprüngliche Putz stamme aus dem Jahr 1863. Teile davon halten auch heute noch, aber eben nicht der Putz aus DDR-Zeiten. Das gleiche Bild bietet sich bei den Fenstern, die bei der Sanierung 1988 ausgewechselt wurden. Sie sind nun wieder dran. „Das Holz ist kaputt, die Fenster hält nur noch Farbe und Kitt zusammen. Neun große Fenster sollen ausgewechselt werden. Dabei sind Auflagen des Denkmalschutzes zu beachten“, so Kreskowsky, der auch auf Angebote für den Außenputz wartet. Eine kleinere Restaurierung hebe sich der Kirchenvorstand bis zuletzt auf: die des Taufsteins. Der besteht wahrscheinlich aus Sandstein mit einem Farbanstrich. Die Verzierungen aus Metall hinterlassen hässliche Roststellen. Deshalb soll er eine neue Farbfassung bekommen.

Um die Eigenmittel zu beschaffen, die die Kirchgemeinde aufbringen muss, sind einige Veranstaltungen geplant. Den Auftakt gestaltete am Sonnabend die A-cappella-Band Notendealer. Die Freiberger Musiker hatten im Oktober 2016 ein Benefizkonzert für die Göthel-Orgel gegeben. Sie wollten nach der Fertigstellung wieder kommen. Dieses Versprechen haben die Musiker nun eingelöst. In der gut gefüllten Kirche erlebte das Publikum einen mitreißenden Abend und die Sänger hörten bei dieser Gelegenheit, wie die Göthel-Orgel jetzt klingt. Schließlich hatten sie mit ihrem ersten Auftritt genauso dazu beigetragen wie viele weitere Unterstützer.

Am 14. April wird es ein Gospelkonzert mit dem Vielstimmig-Chor aus Mittweida geben. Dieser tritt regelmäßig unter der Leitung von Thomas Nebel in der Kirche auf. Vom 28. April bis 6. Mai ist eine erste Kirchspiel-Bücher-Börse geplant. Dafür können im Pfarrhaus Grünlichtenberg Bücher abgegeben werden, die dann zugunsten der Baumaßnahmen veräußert werden. Jeden Tag soll die Börse ein bis zwei Stunden geöffnet haben sowie vor jeder Veranstaltung.

Auf den Vortrag zum 50-jährigen Aufzug der Kirchenglocken am 4. Mai freut sich Kreskowsky besonders. Dazu hat er eine Festschrift verfasst, in der nicht nur die Geschichte der Grünlichtenberger Glocken beleuchtet wird. Auch über alle anderen Glocken aus den Kirchen des Kirchbezirkes hat er Nachforschungen angestellt. Einiges war schon in Vergessenheit geraten. „Es leben nicht mehr viele Leute, die sich an Vergangenes erinnern. Dieses Wissen geht uns verloren“, sagt er. Bei seinen Recherchen stieß er auf die erstaunliche Geschichte der kleinen Waldheimer Glocke. 1842 bekam die Kirche drei Glocken, die bis 1917 dort läuteten. Die zwei großen wurden eingeschmolzen, die kleine blieb. Da aber 1921 drei Stahlglocken eingesetzt wurden, kam die Kleine nach Grünlichtenberg und läutete hier bis 1968. Dann ging die Reise weiter nach Bockendorf, wo sie noch heute im Einsatz ist. Für die Waldheimer war dies neu. (FP mit DA/sig)