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Situation ist völlig unakzeptabel

Catharina Karlshaus zur Erhöhung der Heimkosten.

©  Fotomontage SZ

Die Zahlen sprechen ihre eigene Sprache: Über 500 Euro mehr könnten Bedürftige nach jetzigen Berechnungen für ihren Platz in der Seniorenresidenz Pro Civitate pro Monat bezahlen müssen. Nicht etwa, weil die Ausstattung der Räumlichkeiten gediegener oder das Essen künftig opulenter werden wird. Nein, die Betreiber dieses und anderer Heime wollen ihre Pflegekräfte besser entlohnen. 

Um sie am Arbeitsplatz zu halten oder überhaupt noch ausgebildete Fachkräfte zu bekommen. Etwas, das passionierte Heimleiter wie Steffen Kummerlöw seit Jahren vehement einfordern und unterstützen. Allerdings: Nicht um jeden Preis! Und erst recht nicht auf Kosten ihrer Bewohner.

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Doch genau dazu kommt es jetzt! Stellt ein Heim mehr Pflegekräfte ein und bezahlt sein Personal besser, dann werden die Mehrkosten auf die Heimbewohner umgelegt. Während Bundesgesundheitsminister Jens Spahn erst zu Beginn des Jahres neuerlich betonte, er wolle die Situation in der Pflege deutlich verbessern, ist in den Heimen selbst nichts davon zu spüren. 

Weder stehen examinierte Pfleger Schlange, noch werden Förderpakete zu einer besseren Entlohnung aufgelegt. Stattdessen fühlen sich Pflegebedürftige und Pflegepersonal kostentechnisch nun geradezu gegeneinander ausgespielt.

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Die Lage ist daher einerseits völlig unakzeptabel für jene, die sich täglich um das Wohl der hilfebedürftigen Menschen bemühen. Und andererseits absolut verwerflich, dass ausgerechnet die Generation, welche nach lebenslanger Arbeit endlich wohlverdiente Zuwendung empfangen sollte, jetzt schlaflose Nächte hat. Aus Angst, künftig den eigenen Kindern finanziell auf der Tasche zu liegen oder in die Sozialhilfe abzurutschen.

E-Mail an Catharina Karlshaus.