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Gesundheit

Sitzen macht krank

Deshalb: aktiv werden! Die fünf besten Tipps gegen Rückenschmerzen im Büro:

© imago/westend61 (Symbolfoto)
"Aua!" Mit schmerzverzerrtem Gesicht stützt Frau Müller mit ihrer
Hand den unteren Rücken. Schon seit mehreren Tagen plagt sie der
stechende Schmerz am unteren Ende ihrer Wirbelsäule. Die Kollegen im
Büro sind besorgt. Nach Feierabend stattet sie ihrem Orthopäden einen
Besuch ab. Der erkennt das Problem sofort: Langes, monotones Sitzen
und wenig Bewegung sind Schuld an ihren Schmerzen. Sein Vorschlag:
Aktiver werden. Neben regelmäßiger Bewegung können auch sogenannte
Aktiv-Büromöbel dabei helfen, den Büroalltag dynamischer zu
gestalten. Sie unterstützen den Rücken zuverlässig und beugen
Schmerzen vor. Besonders rückengerechte Produkte zeichnet die Aktion
Gesunder Rücken (AGR) e.V.
mit dem Gütesiegel "Geprüft & empfohlen"
aus.

Wer im Büro arbeitet, sitzt häufig stundenlang mehr oder weniger
unbewegt vor dem Computer. Das führt schnell zu Verspannungen und
Fehlhaltungen. Rückenschmerzen kann man aber vorbeugen - auch im
Büroalltag. Dieser festen Überzeugung ist die Aktion Gesunder Rücken.
Sie hat es sich zur Aufgabe gemacht, gegen die Volkskrankheit
Rückenschmerzen vorzugehen. "Unser Gütesiegel "Geprüft und empfohlen"
zeichnet Produkte aus, die wirklich gegen Rückenschmerzen helfen",
erklärt AGR-Geschäftsführer Detlef Detjen. Über die Zertifizierung
entscheidet ein unabhängiges Gremium aus Ärzten und Therapeuten.

Rückengerechte Bürostühle, Schreibtische und sogar die richtige
Beleuchtung helfen, bewegter zu sitzen und in Schwung zu kommen. Das
aktiviert nicht nur die Rückenmuskulatur, sondern bewahrt auch vor
Langzeitschäden: Der Gelenkverschleiß wird gebremst, die Bandscheiben
entlastet. Davon profitieren nicht nur die Angestellten, sondern auch
der Arbeitgeber. Denn: Bewegung kurbelt Kreislauf und Durchblutung
an. Das sorgt automatisch für mehr Konzentration und Produktivität.
Wer aktiv etwas für die Gesundheit seiner Mitarbeiter tut, reduziert
zudem krankheitsbedingte Fehlzeiten. Auch die
Mitarbeiterzufriedenheit steigt - und damit auch die emotionale
Bindung an den Arbeitgeber.

Bewegtes Sitzen

Acht Stunden täglich sitzen - so sieht der Alltag vieler deutscher
Angestellter aus. Für die Rückengesundheit ist das Gift. Studien
beweisen sogar, dass zu langes Sitzen auch das Risiko für Diabetes,
Bluthochdruck, Arteriosklerose und Thrombosen sowie für manche
Krebsarten zum Teil deutlich erhöht. Sogar das Gehirn wird in
Mitleidenschaft gezogen und fängt früher mit dem Abbau an.

Dass langes und monotones Sitzen auf Dauer dann schädlich ist,
wissen wir also nicht erst seit gestern. Die Aktion Gesunder Rücken
hat zusammen mit einem medizinischen Expertengremium sogenannte
Aktiv-Bürostühle mit verschiedenen Konzepten als besonders
rückengerecht zertifiziert. Eines haben diese Stuhlkonzepte alle
gemeinsam: Sie bringen mehr Bewegung in den monotonen Büroalltag und
sorgen somit für eine höhere Anzahl an Haltungswechseln als
Standard-Bürostühle. Deshalb sind sie besonders empfehlenswert für
Menschen, die durch ihre Tätigkeiten fast ausschließlich an den
Bürostuhl gebunden sind.

Ein rückengerechter Aktiv-Bürostuhl lässt sich mit leicht
erreichbaren Bedienhebeln individuell an die Bedürfnisse seines
Benutzers anpassen. Denn die passende Sitzhöhe und eine gut
eingestellte Rückenlehne sorgen für eine bessere Haltung während der
Bildschirmarbeit. Anpassbare Armstützen unterstützen eine
rückenfreundliche Sitzposition durch Entlastung der
Schultermuskulatur zusätzlich.

Verändert der Mitarbeiter seine Sitzhaltung, bewegt sich der
Bürostuhl aufgrund der mehrdimensionalen Beweglichkeit der Sitzfläche
mit. Ob Sitzen in Arbeitshaltung, aktives Wippen und Drehen oder
rückentlastendes Zurücklehnen - die natürlichen Bewegungen des
Körpers werden unterstützt und gefördert. Weitere Informationen
unter: www.agr-ev.de/sitzen-buero

Zwischendurch auch mal stehen

50 Prozent sitzen, 25 Prozent bewegen und 25 Prozent stehen - so
lautet die Faustregel für rückenfreundliche Büroarbeit. Um die Arbeit
während des Stehens nicht zu unterbrechen, empfiehlt die Aktion
Gesunder Rücken bewegungsfördernde Bildschirmarbeitsplätze. Dies
können einerseits höhenverstellbare Schreibtische oder sogar
sogenannte "Aktiv-Konzepte" sein, bei denen der Arbeitsplatz in einen
Sitz- und einen Steharbeitsplatz aufgeteilt wird. Beide
Lösungsansätze regen durch das abwechselnde Sitzen und Stehen zu
deutlich mehr Dynamik an. "Das fördert nicht nur die
Rückengesundheit, sondern steigert auch die Leistungsfähigkeit und
Kreativität", verrät Detlef Detjen. Ausführliche Informationen rund
um alle Themen zum rückenfreundlichen Büroarbeitsplatz gibt es unter
www.agr-ev.de/arbeitsplatz-buero. Dort finden Interessierte auch eine
Liste aller derzeit zertifizierten Produkte und Hersteller.

Bewegende Besprechungen

Auch Konferenzen müssen nicht in starrer Haltung stattfinden.
Mittlerweile setzen viele Unternehmen auch bei Konferenzen auf mehr
Bewegung, um gleichzeitig die geistige Leistung der Mitarbeiter zu
fördern. Umsetzen lässt sich dies mit Möbeln, die die Sitzzeiten
reduzieren und zu vermehrtem Stehen anregen. Höhenverstellbare
Konferenztische oder auch Hochtischen sind hier ein guter Anfang.
Wichtig ist, dass dieser den Bedürfnissen der Mitarbeiter gerecht
wird. So sollte ausreichend Platz für wechselnde Haltungen und
Bewegungen sowie genügend Beinfreiheit vorhanden sein. Als perfekte
Ergänzung dienen Counterstühle, die auch bei Hochtischen ein Sitzen
ermöglichen. Trotz aller Vorteile des Steh-Meetings, finden die
meisten immer noch im Sitzen statt. Eine sinnvolle Lösung ist ein
AGR-geprüfter Mehrzweckstuhl, der dem Sitzenden eine gute körperliche
Unterstützung bietet. Weitere Informationen zum rückengerechten
Meeting gibt es unter: www.agr-ev.de/konferenzarbeitsplatz

Gut ausgeleuchtet für eine bessere Haltung

Ein schlecht ausgeleuchteter Arbeitsplatz führt oft zu
Fehlhaltungen. Der Grund: Viele Angestellte nehmen Zwangshaltungen
ein, um den Bildschirm gut genug erkennen zu können. Eine
rückenfreundliche Lampe leuchtet den Arbeitsplatz großflächig und
gleichmäßig aus. Das erhöht den Kontrast zwischen Computerbildschirm
und der Umgebung - und sorgt für eine bessere Sicht. Um optimal zu
funktionieren, müssen sich die Lampen an den jeweiligen Arbeitsplatz
anpassen können.

Unterschiedliche Beleuchtungsstärken, Farbtemperaturen und leichte
Verstellmöglichkeiten sind dafür ein Muss. Zusätzlich sollten sie
blendfrei sein - also keine störenden Schatten werfen. In Kombination
mit dynamischen Bürotischen und -stühlen entwickelt sich daraus ein
besonders rückenfreundlicher Arbeitsplatz.

Für ausreichend Bewegung sorgen

Die zertifizierten Möbel haben eines gemeinsam: Sie sollen die
Haltung verbessern und zu deutlich mehr Bewegung im Büroalltag
animieren. Denn diese ist neben der Wahl der richtigen Sitzmöbel
entscheidend. Detlef Detjen schlägt vor: "Wer einen langen Tag am
Schreibtisch vor sich hat, sollte deshalb öfter mal zwischendurch
kurze Gehpausen einlegen. Ob der Gang zur Kaffeemaschine oder zum
Kollegen - jeder Schritt zählt." Besonders die Mittagspause eignet
sich hervorragend für einen kurzen Spaziergang um den Block.
Zusatztipp: Den Arbeitsplatz so gestalten, dass möglichst viel
Bewegung in den Arbeitsalltag integriert werden kann - es muss nicht
alles in Reichweite sein. (ots)