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Skepsis über Bombardier-Plan

Der Waggonbau soll in Görlitz bleiben, aber schrumpfen. Das kritisieren mehrere Politiker.

© Oliver Killig/dpa

Von Frank Seibel

Die Nachricht vom Gründonnerstag war erst mal gut: Der Bombardier-Konzern steht zu seinen Werken in der Oberlausitz und garantiert deren Fortbestand. Kündigungen werden aber nur bis Ende nächsten Jahres ausgeschlossen.

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Entsprechend durchwachsen fallen die Kommentare Görlitzer Politiker aus. Der Erhalt von lediglich 800 Arbeitsplätzen in Görlitz sei „wahrlich kein Grund zur Freude“, sagte Oberbürgermeister Siegfried Deinege (parteilos). Das würde letztlich einen Abbau von 400 Arbeitsplätzen bedeuten. Vor allem kritisiert Deinege, früher selbst Bombardier-Manager, eine Verlagerung der ICX-Zugproduktion nach Breslau (Wroclaw). „In Görlitz bleibt ein Restwerk, um andere Aufträge abzuarbeiten. Ein Zukunftskonzept sieht anders aus.“ Ähnlich äußerte sich der CDU-Landtagsabgeordnete Octavian Ursu. Das Bekenntnis von Bombardier zum Görlitzer Werk sei „nur ein erster Schritt“.

Sein Landtagskollege von der AfD, Sebastian Wippel, spricht hingegen von einem „Tod auf Raten“ und fordert, das Werk an ein seriöses Unternehmen zu verkaufen. „Falls nötig, sollte sich auch der Freistaat Sachsen an dem neuen Unternehmen – zumindest vorübergehend – beteiligen, um den Strukturwandel voranzutreiben.“