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Ski-Sutter hat Umzugspläne

Sven Sutter wird das Geschäft seines Vaters übernehmen – und auch Neues ausprobieren.

© Steffen Unger

Von Ingolf Reinsch

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Neukirch. Wer in diesem Winter den Ski-Service Sutter sucht, findet ihn am bekannten Ort am Neukircher Dorfweg. Doch dem Familienunternehmen stehen in diesem Jahr Veränderungen ins Haus. Firmengründer Frank Sutter, 65 Jahre, übergibt das Geschäft und die Werkstatt im Frühherbst seinem Sohn Sven (42). Und: Ski-Sutter zieht um – innerhalb von Neukirch.

Bis ins künftige Geschäft sind es vom bisherigen Standort nur wenige Hundert Meter. Sven Sutter kaufte ein Gebäude an der Dresdner Straße, das zuletzt einen Getränkehandel beherbergte. In den nächsten Monaten werde man das Haus umbauen und den Ski-Service dort einrichten, sagt Frank Sutter. Im September soll Eröffnung sein – rechtzeitig vor dem Beginn der nächsten Wintersportsaison.

Im Moment ist Frank Sutter noch voll mit der laufenden Saison beschäftigt. Auch wenn der Schnee in diesem Winter noch nicht zum Skilaufen reichte, so hat der Neukircher doch alle Hände voll zu tun. Gerade jetzt, vor den Winterferien, in denen es viele Sachsen in die Alpen zieht und Wintersportler ihr „Material“ noch einmal zum Schleifen, Wachsen und Einstellen der Bindungen nach Neukirch bringen. Wintersport-Enthusiast Frank Sutter ist von Haus aus Elektromonteur, er arbeitete in einer Bischofswerdaer Firma. Bereits in den 1980er-Jahren begann er nebenberuflich Ski zu warten. 1993 baute er an seinem Einfamilienhaus an, richtete dort sein Geschäft ein und machte sich selbstständig. Das Unternehmen trägt sich dank seiner Breite, sagt Frank Sutter. Etwa 50 Prozent realisiert er durch den Verkauf von Skiausrüstungen, einschließlich Schuhen, Handschuhen, Helmen und Schutzausrüstungen; die anderen 50 Prozent durch Dienstleistungen. Im Jahr kommen rund 1 500 Paar Ski zusammen, die er auf seiner Maschine schleift. Hinzu kommen weitere Tuningleistungen, wie das Reinigen von Ski, Belagreparaturen und das Aufbringen von Heißwachs, sowie ein Snowboard-Service.

In diesen Wochen sind es vor allem Privatkunden, die den Service in Anspruch nehmen. Doch für Frank Sutter beginnt die Saison gewöhnlich schon im Sommer. Er betreut bei der Ausstattung den Ski-Nachwuchs in Ostsachsen. Skiclubs wie in Rugiswalde vertrauen seiner Erfahrung. Sportler, die bei nationalen und internationalen Wettkämpfen starten, erhalten eine Codenummer, erläutert Frank Sutter. Die öffnet die Tür, um von Herstellern im Rahmen der sogenannten Basisförderung jährlich eine Unterstützung zu bekommen. Für je eine Ausrüstung im Slalom- und Riesenslalomski geben Produzenten guten Läufern 20 Prozent Rabatt. Frank Sutter vertreibt diese Ausrüstungen für den Kinder- und Jugendsport und kümmert sich um den Service. Etwa am Skihang in Rugiswalde, wo jedes Jahr Anfang Oktober zum Saisonauftakt auf Matten ein Nachwuchsrennen stattfindet. Darüber hinaus hat der Neukircher ein weiteres Alleinstellungsmerkmal. Nach eigenen Angaben ist er der einzige Händler in der Region, der alte Ski gegen neue tauscht. Das heißt, beim Kauf einer neuen Ausrüstung nimmt er die alten Ski in Kommission und verrechnet den Betrag, wenn er diese weiter verkaufen kann. Der Neukircher lockt seit Kurzem aber auch bei Neuware mit Sparangeboten. Er verspricht Rabatte bis zu 30 Prozent. Mit Blick auf den geplanten Umzug seines Geschäftes hat der Räumungsverkauf begonnen.

Am künftigen Standort direkt an der Bundesstraße 98 wird Ski-Sutter präsenter in Neukirch sein. Das Geschäft lebt zwar vorrangig von seinen Stammkunden. Doch so dürften auch Durchfahrende aufmerksam werden. Auch mit Blick auf seinen Ruhestand möchte Frank Sutter Wohnhaus und Geschäft räumlich trennen. Doch so schnell wird er sich wohl nicht zurückziehen. Wer den agilen Mittsechziger kennt, ahnt, dass man ihn, zumindest gelegentlich, auch im neuen Geschäft an der Dresdner Straße antreffen wird.