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Skiloipen zerfahren

Die Langlaufpisten im Hohwald und am Valtenberg sind zum Teil nicht mehr nutzbar. Das ärgert Sportfreunde, hat aber Gründe.

Skilanglauf kann so schön sein, wenn man ordentliche Bedingungen hat.
Skilanglauf kann so schön sein, wenn man ordentliche Bedingungen hat. © dpa/Felix Kästle

Neukirch. Beste Langlaufbedingungen rund um Neukirch konnten den begeisterten Wintersportler Frank Sutter in den letzten Tagen nicht erfreuen. Der Grund: Das 20 Kilometer lange Loipennetz, das Ehrenamtliche wie er in wochenlanger Arbeit am Valtenberg und im Hohwald gespurt haben, wurde teilweise zerfahren, die Schneedecke auf den Pisten abgetragen.

Die Gemeinde am Fuß des Valtenbergs, wirbt mit den guten Wintersportbedingungen aktiv um Touristen. Auch Bürgermeister Jens Zeiler (CDU) ist deshalb nicht gerade glücklich mit der Situation. Dennoch hat er Verständnis: „Die Waldeigentümer sind nun einmal dazu verpflichtet, Waldpflege zu betreiben.“

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Das Forstrevier am Valtenberg gehört einem privaten Eigentümer, das im Hohwald befindet sich im Besitz des Staatsbetriebes Sachsenforst. Dessen Revierförster Mike Metka erklärt die aktuell laufenden Maßnahmen so: „Durch Borkenkäfer und Schneebruch gibt es viel Material, das wir bis zum Beginn der warmen Jahreszeit aus dem Wald schaffen müssen.“ Dafür verschaffe man sich gerade einen Überblick über die betroffenen Flächen, die nicht punktuell aufträten, sondern leider über das gesamte Forstgebiet verteilt seien. Vor allem abgebrochene Fichten stellten einen idealen Brutplatz für den gefährlichen Borkenkäfer dar, weshalb deren Beseitigung dringend im Winter erfolgen müsse.

„Dabei sind unsere Haupterschließungslinien keine Skiwege,“ betont er. Vielmehr sei es so, dass die Skipisten auf Wegen verlaufen wären, auf denen sie gar nicht sein sollten. „Das ist kein Problem,“ sagt Metka, „solange wir nicht in den Wald müssen.“ Das sei aber im Moment anders: „Wir brauchen die Hauptwege jetzt.“