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Familie

Smartwatches für Kinder: 

Mehr als nur ein praktischer Begleiter für den Schulweg.

© Bob via pixabay

Smartwatches gehören bekanntlich schon seit geraumer Zeit zu den mit Abstand beliebtesten technischen Gadgets überhaupt – und das ist auch nicht weiter verwunderlich, wenn man bedenkt, dass die intelligenten Armbanduhren nicht nur zahlreiche praktische Features zu bieten haben, sondern auch preislich überaus attraktiv sind (vor allem im Vergleich zu den deutlich teureren Smartphones). Seit Kurzem gibt es übrigens auch einige Modelle, die speziell für Kinder entwickelt wurden. Hierbei liegt der Fokus vor allem auf der erhöhten Sicherheit und der gesteigerten Mobilität. Doch stellt sich verständlicherweise für viele Eltern die Frage: Ist so eine Smartwatch tatsächlich für Kinder geeignet – oder handelt es sich dabei einfach nur um eine eher unnötige Spielerei? Dieser Frage wollen wir im nun folgenden Artikel etwas genauer auf den Grund gehen und zeigen, was so eine schlaue Uhr alles kann, welche Features tatsächlich nützlich sind und warum Eltern ihre Kinder damit nicht überwachen sollten.

So eine Smartwatch kann überaus praktisch sein: Man kann damit Musik hören, chatten, telefonieren, den richtigen Weg finden und – ob man es glaubt oder nicht – sie kann sogar die aktuelle Zeit anzeigen. Für viele Menschen ist die schlaue Uhr daher kaum noch aus dem Alltag wegzudenken, egal ob jung oder alt. Allerdings regt der neuste Trend, der sich bereits schon seit einiger Zeit auch hierzulande ausbreitet, doch ein wenig zum Nachdenken an: Smartwatches, die speziell für Kinder gedacht sind. Ist es wirklich ratsam, seinem Sprössling ein solches Gadget mit auf den Weg zu geben? Verbessert eine Smartwatch tatsächlich die Selbstständigkeit und vor allem die Sicherheit des Nachwuchses – oder soll sie eigentlich nur das Gewissen der Eltern beruhigen? Mehr als ein guter Grund also, die technischen Wunderwerke etwas genauer unter die Lupe zu nehmen. 

Welche Funktionen haben diese intelligenten Uhren eigentlich zu bieten?

In Sachen Funktionsumfang steht so eine Kinder Smartwatch den anderen Modellen quasi in nichts nach. Stattdessen haben sie sogar einige Features mit an Bord, die die schlauen Uhren für Erwachsene häufig vermissen lassen. Welche das sind und was die Smartwatches speziell für die Kleinen sonst noch zu bieten haben, stellen wir in der nachfolgenden Übersicht etwas genauer vor.

SOS-Funktion: Ein nützlicher Helfer in brenzligen Situationen

Zu den wichtigsten Funktionen einer Smartwatch für Kinder gehört die sogenannte SOS-Funktion. Bei diesem Feature handelt es sich, einfach gesagt, um einen kleinen Knopf, der in den meisten Fällen an der Seite der Uhr angebracht ist und über den das Kind in potentiell gefährlichen Situationen direkt und unauffällig einen Notruf absetzen kann. Wohin dieser Notruf gehen soll, können die Eltern selbst festlegen, zum Beispiel auf das Handy oder das Tablet, auf dem die dazu passende App installiert ist. Dort wird dann der aktuelle Aufenthaltspunkt des Kindes angezeigt und natürlich auch regelmäßig aktualisiert. Ebenfalls überaus praktisch: Einige Smartwatch-Modelle bieten optional auch die Möglichkeit, sich anzeigen zu lassen, wenn die Uhr vom Handgelenk des Nachwuchses entfernt wird oder wenn dieser mit über 30 Stundenkilometern unterwegs ist.

Geofencing: Ein virtueller Zaun, der klare Grenzen zieht

Ein weiteres und überaus praktisches Feature ist das sogenannte Geofencing. Dank dieser Funktion können die Eltern einen Bereich oder eine Region definieren, in der sich das Kind normalerweise häufig aufhält (beispielsweise der Spielplatz um die Ecke, der Weg zur Schule oder das Haus des besten Freundes). Diese Zonen lassen sich schnell und einfach über die App festlegen und bei Bedarf auch nachträglich anpassen. Sobald sich der Nachwuchs außerhalb dieser Grenzen aufhält, werden die Eltern umgehend benachrichtigt. So lässt sich verhindern, dass die Kids sich zu weit vom Elternhaus entfernen oder sich in Bereichen aufhalten, die unter Umständen gefährlich sein können. Allerdings sollten sich die Eltern im Klaren darüber sein, dass man das eigene Kind zwar schützen, aber keinesfalls durchgehend überwachen sollte. Und das gilt auch in Bezug auf die nun folgende Funktion.

GPS: Praktischer Wegweiser mit dem Potential zum Spionage-Werkzeug

Nahezu alle Kinder Smartwatch-Modelle verfügen über ein in der Uhr verbautes GPS-Modul. Dieses funktioniert, effektiv gesehen, wie das Pendant in einem Navigationsgerät – und genau dafür ist es auch gedacht: Als eine Art Wegweiser, damit die Kids auch wissen, wo sie sind und welcher Weg der beste ist. Gerade für neugierige und abenteuerlustige Kinder bietet eine Smartwatch mit GPS eine tolle Bereicherung, allerdings gibt es dabei auch eine recht komplizierte Sache zu beachten. Denn diese GPS-Funktion ermöglicht auch das sogenannte „tracken“, was übersetzt soviel bedeutet wie nach- oder zurückverfolgen. Das bedeutet, dass die Eltern – wenn sie es darauf anlegen – zu jeder Zeit wissen können, wo sich der Nachwuchs gerade aufhält. Und damit es nicht dazu kommt, dass die Eltern ihre Kinder auf diesem Wege ausspionieren, sollte man laut den Technik-Experten der Online-Ausgabe von RTL am besten schon im Vorfeld über diesen potentiellen Vertrauensbruch nachdenken. Selbstverständlich beruhigt es das eigene Gewissen, wenn man weiß, dass alles in Ordnung ist, aber wie weit man dabei geht, bleibt natürlich jedem selber überlassen.

Telefon- und Nachrichtenfunktion: Sicheres Kommunizieren auf Knopfdruck

Die schlauen Uhren für die Kleinen eignen sich natürlich auch zum Telefonieren sowie zum Senden und Empfangen von Kurznachrichten. Wichtig: Damit diese Funktionen auch genutzt werden können, muss eine SIM-Karte (so, wie man sie beispielsweise von den Handys her kennt) auf der Rückseite oder am Rand der Smartwatch eingelegt werden. Danach können die Kids jederzeit Kontakt zu den Eltern aufnehmen – und selbstverständlich auch andersherum. Das funktioniert – je nach Modell – über die Schnellwahltasten, wo im Vorfeld die wichtigsten Nummern hinterlegt werden können. Und keine Sorge liebe Eltern, dank dem ebenfalls standardmäßig eingebauten Schulmodus können sämtliche Funktionalitäten der Smartwatch deaktiviert werden, damit sich der Nachwuchs nicht von dem Unterricht ablenken lässt. 

Dieser Artikel entstand in Zusammenarbeit mit der externen Redakteurin Kathrin Meis.