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So bewertet OB Hilbert die Wahl

Das Stadtoberhaupt sieht vor allem die CDU als Verlierer. Die Auswirkungen für Dresden seien aber noch unklar.

© René Meinig

Von Andreas Weller

Dresden. Oberbürgermeister Dirk Hilbert (FDP) bemüht sich seit dem Beginn der Asylkrise und der Spaltung der Stadtgesellschaft, zwischen den Menschen zu vermitteln. Seine Dialog-Versuche könnten auch angesichts der Wahlergebnisse in Dresden scheitern. Die AfD ist der CDU in der Gunst der Wähler in der Stadt dicht auf den Fersen.

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„Die CDU in Sachsen wird angesichts dieses Ergebnisses intensiv darüber nachdenken müssen, wie sie ihre Wähler wieder erreicht“, so der OB gegenüber der SZ. „Der Wille der Wähler etwas zu verändern kommt diesmal nicht aus der Mitte, sondern aus dem konservativen Spektrum. Das liegt auch daran, dass zwei große Parteien mit sozialdemokratischen Ansätzen unterwegs waren.“

Auch wenn vor allem bundespolitische Themen im Vordergrund dieser Wahl standen, stellt Hilbert dennoch klar: „Auch die Arbeit der CDU in Dresden war nicht immer überzeugend in den letzten Jahren.“ Ob der Ausgang für das Klima in Dresden Auswirkungen haben kann, wollte Hilbert noch nicht einschätzen. Dafür sei es noch zu früh.

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Für seine Partei, die FDP, freut er sich über den Wiedereinzug in den Bundestag. „Die FDP kann mit diesem Ergebnis sehr zufrieden sein.“ Festlegen, ob sie in Koalition mit der CDU und den Grünen gehen sollte, wollte sich Hilbert aber nicht. „Ob eine Regierungsbeteiligung Sinn ergibt, werden die kommenden Tage zeigen.“